Lokalsport

SG im Schlussspurt

Große Erleichterung am Samstagabend bei der SG Lenningen. Gegen die HSG Kochertürn/Stein reichte es zu einem Punktgewinn 19:19 (10:11).

LENNINGEN Mancher Zuschauer traute seinen Augen nicht: Bei der SG gab`s den personellen Schulterschluss. Angesichts der Verletztenmisere waren Katharina Beller, Sandra Dangel und Anne Schmid wieder an Bord. Anne Schmid, eigentlich mit Sportverbot belegt, wurde noch am Freitagabend von Trainer Hubert Kullen ins Aufgebot beordert, nachdem Rebecca Dick kurzfristig wegen Krankheit ausfiel. Das Mitwirken dieses Trios setzte Kräfte frei.

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Es war beileibe kein Spiel, das die Zuschauer verzückt hätte. Eines war jedoch immer vorhanden, die Spannung. Alfons Lang von der HSG am Kampfgericht sprach von einer spielerisch schwachen Partie und fügte hinzu: "Wir haben uns dem Niveau von Lenningen angeglichen." Da war ein bisschen Wahrheitsgehalt drin. Nur dieses Mal kämpfte die SG von der ersten bis zur letzten Minute vorbildlich. Es gab in der ersten Halbzeit "enge" Spielstände. Einmal, beim 9:7 für die Gäste, sah es so aus, als wollten sie sich absetzen. Dann blitzte kurz alte SG-Spielkunst auf. Sandra Dangel, am Kreis angespielt, verwandelte sicher. Es wäre noch besser gekommen, wenn Lenningens Beste, Nicole Schmid, zwei Torchancen hintereinander hätte verwerten können. So gelang es Kerstin Pöschel, Lenningens Abwehrschwachstelle, auf den Außenpositionen zu knacken und das 11:10 vorzulegen.

In Abschnitt zwei traten auch einige Schwächen bei den SG-Angriffen auf. Das breite Ballverteilen nutzte die HSG zu Kontern. Leichte Tore erzielten Marion Weller und Pamela Fritz. Entsprechend waren die Abstände, so zum 15:11 (40.) und 16:13 (45.). Nie aufgebend, kämpfte sich die SG zurück. Nicole Schmid und Karin Sliwka richteten es mit Distanzwürfen. Und bei Würfen von den Außenpositionen bewies die eingewechselte Nicole Hahn Bodenhaftung. Lenningen schnupperte am Sieg bei Sliwkas knallhartem 17:16 (50.). Um dann bei der einzigen SG-Zeitstrafe (Sarah Timar) wieder mit 17:18 (53.) ins Hintertreffen zu geraten. Die Gastgeberinnen wurden müde und damit sank die Konzentration. Einen Abspielfehler konterte Andrea Trunk zum 19:17 (54.). War`s das? Nein, es ging nochmals ein Ruck durch die SG-Reihen, und der Ausgleich fiel. Lenningens Ex-Spielerin Antje Kazmaier sprach aus, was viele dachten: "Es stand wieder eine Mannschaft auf dem Feld." Und Trainer Kullen: "Dieser Punktgewinn war für die Moral sehr wichtig."

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SG: Vöhringer, Hahn N. Schmid (7/3), Sliwka (4), Timar (3), Dangel (3), Baermann (1), Beller (1), Kuch, A. Schmid, Vogelmann, Kazmaier.Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Schaible/Strobel, Pfalzgrafenweiler, leiteten zufriedenstellend.