Lokalsport

SG Lenningen sendet Lebenszeichen aus

33:30 – Zwei Punkte gegen den Abstieg

Der Luft im Welzheimer Wald werden heilende Kräfte nachgesagt. Für die Handballer der SG Lenningen hat sich dies am Sonntagabend bewahrheitet. Der Landesligist bezwang den TSV Alfdorf mit 33:30 (17:16) und verschaffte sich damit Luft im Kampf gegen den Abstieg.

Alfdorf. Für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. Entsprechend verbissen gingen beide Seiten zu Werke. Das beweist das Zeitstrafenkonto: zehn gegen Alfdorf und sieben gegen Lenningen. Dass trotzdem die Spielkunst nicht zu kurz kam, dafür sorgte die Kiedaisch-Sieben mit zwei Kempa-Toren. Insgesamt zeigte Lenningen eine gute Angriffsleistung. Erhebliche Defizite waren dagegen in der Abwehr auszumachen. Beide Mannschaften suchten in der Startphase den Torerfolg über den Kreis. Bei der SG war Hagen Braunwarth erfolgreich und beim TSV zeichnete sich Simon Bareiß aus. Dass Lenningens Angriffs-Repertoire größer war, bewies Marc Wald. Nach seinem Rückraumhammer zum 6:5 bewies er bei drei Tempogegenstößen Cleverness und warf einen 10:6-Vorsprung heraus. Abgezockt zeigte sich auch Christoph Wiesinger bei seinen Strafwürfen.

Lenningen dominierte – aber nur kurz. Denn auf der Linksaußenposition entwischte Simon Bareiß mehrmals und setzte Matthias Attinger die Bälle ins kurze Eck. Zu viel Spielraum wurde auch Sascha Stettner gestattet. Einmal in Fahrt, war er kaum zu halten. Der TSV verkürzte auf 10:12. Es spricht von großem Selbstvertrauen, dass die SG in einer Phase, in der ihr Spiel nicht optimal lief, einen Kempa riskierte und durch Steffen Kazmaier auf 13:10 erhöhte. Mit längeren und vor allem sicheren Angriffen ging Alfdorf zum Positionsspiel über. Alexander Wahl und Michael Hasert trafen, und als Jochen Renz eine Strafzeit erhielt, fiel der 14:14-Ausgleich. Dass in der letzten Minute vor der Pause noch vier Tore fielen, spricht nicht für die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Nach Jochen Leitners 17:15, zehn Sekunden vor dem Pfiff, durfte Sascha Stettner zum 16:17 Maß nehmen.

Im zweiten Abschnitt dominierte der Kampf auf beiden Seiten. Anders als eine Woche zuvor in Weilheim fightete Lenningen um jeden Meter Hallenboden. Knappe Führungen glich der TSV immer wieder aus. Auch deshalb, weil Lenningen vornehmlich auf den Halbpositionen verwundbar war. Dafür lief es vorne. Daniel Brugger, im ersten Durchgang noch geschont, ließ bei drei Treffern in Folge TSV-Torhüter Fabian Künzl keine Chance. Aber es blieb eng: Nach einem Leitner-Pfostentreffer konterte Stettner zum 25:24, bevor Jan Lamparter mit dem 26:26 der Ausgleich gelang. Zehn Minuten vor dem Ende legte Brugger zweimal zum 28:26 nach und der eingewechselte Daniel Born hielt einen Tempogegenstoß.

Auf die Siegerstraße bog Lenningen nach Wiesingers Treffer zum 29:26 ein. Physiotherapeut Jens Tombrägel hatte ihm kurz vor Spielbeginn eine Spezialmanschette verpasst. Der SG-Torjäger dankte es mit einem Kempa zum 31:29 in der 58. Minute. Alfdorfs offene Deckung blieb anschließend wirkungslos. Wiesinger und Leitner besorgten schließlich den 33:30-Endstand. döl

SG Lenningen: Attinger, Born – Wiesinger (8/4), Braunwarth (6), Brugger (5), Wald (5), Kazmaier (3), Lamparter (2), Leitner (2), Kirschmann (1), Renz (1), Austen, Haid, ­Schwohl.

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