Lokalsport

SG mit letztem Aufgebot im Pokal erfolgreich

Esslingen. Mit dem buchstäblich letzten Aufgebot mussten Lenningens Landesliga-Handballerinnen am Wochenende im Bezirkspokal bei der klassentieferen SG Esslingen antreten. Trainer Uli von Petersenn hatte nur sechs Feldspielerinnen zur Verfügung und damit keine Möglichkeit zur Auswechslung. Ohne Julia Hörsch, Susi Kazmaier, Saskia Schweikert und Miriam Emmenegger wurde es ganz schwer. Esslingen, mit der doppelten Anzahl von Spielerinnen, heizte der SG mächtig ein. Dennoch war das Spiel nach der Schlusssirene noch nicht entschieden. Es stand 19:19 und es ging in die Verlängerung. Da hatte Lenningen die größeren Reserven und entschied das Spiel mit 24:20 für sich.

Für die SG Lenningen hätte die Aufgabe deutlich leichter werden können, hätte die Petersenn-Sieben konsequenter in der Abwehr gestanden. Und noch ein Manko tat sich auf: „Wir haben einfach zu viel verballert“, kritisierte Petersenn, der seine Mannschaft zu ungeduldig im Abschluss erlebte. Vor allem Adriana Rau hatte bei der eher klein gewachsenen Torfrau der SGE ihr Visier schlecht eingestellt. Anders hingegen Sarah Timar, die sich mit präzisen Würfen hinterher als Matchwinnerin feiern lassen durfte.

Sehr gut in Szene setzte sich auch Larissa Blocher. Bei Eins-gegen-eins-Situationen war sie kaum zu halten. Apropos halten: Dies gelang Nicole Hahn wieder einmal in überzeugender Manier. Vor allem in der Verlängerung zog sie den Esslinger Werferinnen den Zahn. „Ich bin froh, dass wir ohne größere Blessuren dieses Spiel hinter uns gebracht haben“, gestand ein erschöpfter Uli von Petersenn nach dem Schlusspfiff ein. döl

SG Lenningen: Reichle, Hahn; Timar (13/2), Blocher (5), Baermann (2), Röhm (2), Rau (1), Ulmer (1)

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