Lokalsport

SG plant Aufstiegsfeier zum Osterfest

In Lenningen werden ab jetzt die Straßenkarten studiert. Nach dem 29:20 (17:8)-Sieg der SG gegen den TSV Neuhausen II ist die Meisterschaft in greifbare Nähe gerückt. Aus den verbleibenden vier Spielen muss noch ein Punkt geholt werden. Und dies soll noch vor Ostern geschehen.

LENNINGEN Gegen Neuhausen reichten den Gastgebern vierzig starke Minuten. Danach schaltete Hans Hahn auf "Schongang." Für den Trainer war klar: "Bei dieser langen Saison muss ich die Spielanteile meiner Jungs gut dosieren. Da gibt es keinen Bruch, wenn ich durchwechsle." Für Lenningen war der Tabellenletzte kein Maßstab. TSV-Trainer Jens Geiselhart musste zwei Stammspieler für die erste Mannschaft abstellen, war aber dennoch zufrieden: "Wir haben nie aufgegeben und vor allem in der zweiten Hälfte Lenningen ein paar Mal in Verlegenheit gebracht."

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Die SG erwischte einen Traumstart: 4:0 hieß es nach fünf Minuten. Mit schnellen Wechseln hetzten Kazmaier und Co. die TSV-Abwehr. Trotz Unterzahl wurde Jochen Renz auf Rechtsaußen freigespielt und traf zum 8:3 nach 14 Spielminuten. Im Tempospiel der Lenninger schlichen sich danach einige Fehler ein. Für Neuhausen war dies die Chance zu Spielstandskorrekturen. Stefan Walker und Jochen Pfeiffer nutzten ihre Möglichkeiten zum 5:9.

Hans Hahn reagierte und zog den grünen Karton für eine Spielunterbrechung. Seine kurze Ansprache hatte Folgen: Lenningen machte in der Defensive die Laufwege des TSV zu. Was dennoch durchkam war kein Problem für Sven Lamparter. Im Angriff hingegen lief nicht alles rund. Dort beschränkte sich das Spiel zu sehr auf Jan Lamparter. Der war nach seiner Bänderverletzung nicht zu halten. In die Kategorie schnelle Tore reihten sich gegen Ende der ersten Hälfte Hagen Braunwarth und Christoph Wiesinger ein. Darunter waren mehrere weite Abwürfe nach abgewehrten Bällen.

Lenningen hatte die Gäste unter Kontrolle. Da blieb jetzt auch Zeit für Kabinettstückchen. So etwa bei einer Ballstafette am Kreis entlang, die Marc Segeritz mit dem 16:8 zwei Minuten vor der Pause abschloss. Jens Kirschmann beendete die erste Hälfte mit einem Heber zum 17:8.

Der zweite Durchgang war eröffnet und wieder erwischte Lenningen einen Blitzstart. Die Wiesinger-Brüder Christoph und Jo warfen den Tabellenführer mit 19:9 nach vorne. Lenningen spielte jetzt seine gesamte Breite auf der Angriffsklaviatur aus. Strammen Distanzwürfen folgten gefühlvolle Kreisanspiele. Die SG setzte sich auf 23:10 ab. Das war auch ein Verdienst von Jörg Tombrägel. Dieser ließ die TSV-Angreifer verzweifeln. In der 42. Minute glänzte er mit drei Superparaden. Da öffnete Lenningen zu sehr seine Abwehr.

In den letzten zwanzig Minuten wechselte Hans Hahn mehrmals aus, ohne dass die Lenninger einen Leistungsabfall hinnehmen mussten. Auf der fast fehlerfreien Mängelliste gab es nur einen Schwachpunkt: die Strafwürfe. Nur einer von vieren landete im Netz. In der Endphase versäumte es Lenningen, ergebnisorientiert zu spielen. Einige Chancen blieben ungenutzt, so dass es beim 29:20-Sieg blieb. Nach Spielschluss war auch Bruno Rieke, Lenningens Trainer in der kommenden Saison zufrieden: "Der Gegner war zu harmlos, um uns zu fordern. Wir haben jetzt vier Matchbälle und können vor Ostern alles klar machen."

döl SG Lenningen:

S. Lamparter, Tombrägel; J. Lamparter (6), Braunwarth (4), C. Wiesinger (4), Kirschmann (4), Kazmaier (3/1), Renz (2), Segeritz (2), J. Wiesinger (2), Leitner (1), Schwohl (1). Zuschauer:

300. Schiedsrichter:

Greiner/Possin, Böhmenkirch.