Lokalsport

SG setzt auf Vorarlberger Reha-Kur

Der Lenninger Einstieg in die Rückrunde ging gründlich daneben. Nach der Niederlage kurz vor Weihnachten gegen Ruit, patzte die SG auch in Esslingen. Ausgerechnet gegen die starken Österreicher vom HC Lustenau ist die Rieke-Sieben am morgigen Sonntag daheim unter Zugzwang.

LENNINGEN Die Negativ-Serie, die nach der Glanzvorstellung bei der TG Nürtingen ihren Lauf nahm, will die SG möglichst schon am morgigen Sonntag beenden und dabei endlich wieder das spielerische Potenzial abrufen, das fraglos in der Mannschaft steckt. Die Tabellensituation ist alles andere als beruhigend, denn das Verbandsliga-Mittelfeld endet derzeit mit den Lenningern (11:15 Punkte). Danach beginnt mit Heiningen, Biberach und Ruit die akute Gefahrenzone.

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Die SG-Fans erwarten am Sonntagabend gegen den Austria-Vertreter HC Lustenau also eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen. Doch Lustenau ist nicht irgendwer. Zusammen mit Esslingen und Nürtingen gehört der HCL zu den angriffsstärksten Ligateams. Da sei eine Rückblende gestattet: Beim Oktobertrip der SG haben die Vorarlberger mit Tempohandball und einstudierten Spielzügen Lenningen überrascht. Zu spät wachte die SG auf, was auch daran lag, dass sich Kazmaier und Co. als handzahmes Häuflein, das ohne jegliche Zeitstrafe auskam, präsentierte. In punkto Zeitstrafen hat Lenningen mächtig aufgeholt. Diese meist zur Unzeit verhängt, wenn die SG am Aufholen war haben nicht gerade zur Stabilität beigetragen.

Das Heimspiel gegen die TG Biberach gewann Lustenau zuletzt mit 27:23. Ins Rampenlicht rückten da besonders Johannes Hirschbühl, Christian Heilinger und Kreisspezialist Manfred Messner. Sie warfen zusammen 20 Tore. Zurückhaltender präsentierte sich Lucas Mayer, der beim Vorrundenspiel gegen die SG mächtig auftrumpfte. Ein handballerisches Feuerwerk gegen die starken Vorarlberger ist nicht unbedingt das, was die Vereinsführung von ihrem Team erwartet, die Forderung nach besserer körperlicher Fitness ist jedoch unüberhörbar. Die gab zuletzt immer wieder Anlass zu Kritik. Nach der Esslinger Pleite war SG-Trainer Bruno Rieke am Grübeln. Dass der Gastgeber die ballfertigere Mannschaft stellte, war unübersehbar. Jetzt zählt für ihn und die Fans nur noch eines: Rehabilitation.

Bei den Lenningern fehlt der beruflich verhinderte Jochen Leitner. Er zählte in Esslingen noch zu den Besten. Dafür steht wieder Marc Segeritz bereit. Auch Jungspund Ricki Austen ist mit im Aufgebot (Spielbeginn: Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Lenningen).

döl

SG Lenningen:

S. Lamparter, Tombrägel; Austen, Baumann, Braunwarth, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Renz, Schwohl, Segeritz, Stief, C. Wiesinger, J. Wiesinger.