Lokalsport

SG sucht die „Wadlbeißerin“

Nach der Zitterpartie gegen Flein prüft erneut ein Hinterbänkler der Handball-Landesliga der Frauen – dieses Mal die SG Bietigheim III – den Tabellenführer aus Lenningen. Da heißt es, ganz schnell die Tabellenlage ausblenden.

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Lenningen. Zwar ist die dritte Mannschaft der Bietigheimer Regionalligareserve derzeit das Schlusslicht der Liga, doch ans Aufgeben hat Bietigheim noch lange nicht gedacht. Im Gegenteil: Da wurden Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft, die in der Württemberg-Liga spielt, und aus der eigenen A-Jugend geholt. Schon in der Vorrunde war die Begegnung ein zähes Ringen. Erst Sekunden vor Schluss erlöste Sarah Timar mit dem 20:19-Siegtreffer die SG. Der Aufsteiger, angeführt von der erfahrenen Silke Benner, setzte Lenningen mächtig zu.

Das wird heute nicht viel anders sein. Neben Benner werden auch Clara Binder und die pfeilschnelle Carina Fitzner zu beachten sein. Die SG muss dem mit einer konsequenten und aggressiven Abwehr begegnen, um die SG-Angreiferinnen von der Nahwurfzone fernzuhalten. Das klappte in Bietigheim mit Sandra Kuch in der SG-Abwehr ganz gut. Doch die wird heute fehlen. Wer den Part der „Wadlbeißerin“ übernehmen könnte, ist noch offen. Trainer Uli von Petersenn deckt da seine Karten noch nicht auf. „Als Tabellenführer muss es unser Anspruch sein, das Spiel zu bestimmen und zwar sowohl hinten als auch vorne“. An noch etwas sollte sich die SG heute erinnern: In Bietigheim führte die Petersenn-Sieben zwölf Minuten vor Schluss mit 17:13 und hatte dann in der Schlussphase keine „Körner“ mehr. „Das darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt Petersenn. Auf Lenninger Seite fehlt diesmal Torhüterin Nicole Hahn. Spielbeginn ist heute um 18 Uhr in der Sporthalle Lenningen. döl

SG Lenningen: Reichle, Kiedaisch; Baermann, Blocher, Emmenegger, Kazmaier, Rau, Röhm, Timar, Schweikert, Ulmer.