Lokalsport

SG-Damen desolat

Wer gedacht hatte, die Talsohle bei den Lenninger Handball-Damen wäre nach dem Giengen-Spiel durchschritten, sah sich getäuscht. Gegen den VfL Waiblingen II präsentierte sich die SGL in desolatem Zustand und verlor 11:21 (4:11).

WAIBLINGEN Letzter (SGL) gegen Vorletzter (Waiblingen) so der Aufhänger der Partie in der Württembergliga der Frauen. Gerade in solch einem Spiel wäre es wichtig gewesen zu punkten, doch der erste Sieg der Lenningerinnen lässt weiter auf sich warten.

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Der SG-Angriff präsentierte sich desolat und konzeptionslos. Das Vakuum, das sich seit Antje Kazmaiers Weggang aufgetan hat, konnte bisher nicht geschlossen werden. Den SG-Mädels fehlt eine Führungspersönlichkeit, die ein Spiel lenken kann. Da kommt auch SG-Trainer Hubert Kullen ins Grübeln: "Beim Training habe ich angesprochen, dass der VfL den Torerfolg über den Kreis und aus direkten Duellen heraus sucht. Genau dies ist eingetroffen, aber wir haben uns nicht schnell genug auf die Ballseite bewegt."

Gut bewegt haben sich nur die beiden Torhüterinnen, Lisa Vöhringer und Nicole Hahn. Mit vielen Glanzparaden verhinderten sie, dass die Waiblingerinnen unter dem Strich keine 30 Tore oder mehr erzielt haben. Überhaupt nicht zurecht kam die SG mit der 5:1-Deckung der Gastgeberinnen. Bis diese vorgezogene Position überwunden wurde, war der Angriff festgefahren. Daraus ergaben sich unvorbereitete Würfe, die entweder von VfL-Torfrau Anna Hechinger gehalten wurden, oder vorbei gingen.

Wie harmlos sich der SG-Angriff entpuppte, zeigt die Torfolge in den ersten 30 Minuten: Dem 1:0 von Sandra Dangel in der siebten Minute folgte erst in der 16. Minute das zweite SG-Tor durch Sarah Timar. Da war der VfL schon auf 6:2 davongezogen. Was dabei so deprimierend war: Waiblingen war kein Gegner, der eine Handball-Gala abzog.

Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer eine sich langsam nach vorne bewegende SG, die sich in der VfL-Abwehr festbiss und dann bei den schnell vorgetragenen Gegenangriffen zu spät kam. So taten sich Lücken auf, zumal die SG-Abwehrspielerinnen beim Herauslaufen zwischen der Sechs- und Neun-Meter-Marke herum irrten. Beim 18:6 (50.) nahm Hubert Kullen die zweite Auszeit. Nicht ohne Erfolg: Seine Zöglinge erzielten drei Tore hintereinander zum 9:19 (53.). Dennoch war die Partie längst verloren, die beiden letzten Treffer durch Karin Sliwka und Nicole Schmid waren für die Statistik.

döl

SG Lenningen:

Vöhringer, Hahn Dangel (3), N. Schmid (3), Timar (2), A. Schmid (1), Sliwka (1), Vogelmann (1), Dick, Baermann, Beller, Kazmaier.Schiedsrichter:

Bauer/Werner (Pfullingen).Zuschauer:

50.