Lokalsport

SGEH auf der Suche nach Stabilität

Erkenbrechtsweiler. Würde es im Fußball eine Quartalsabrechnung geben, könnte die SGEH in der Bezirksliga nach dem achten Spieltag am Sonntag erstmals Zwischenbilanz ziehen. Sollte es dem Gesetz der bisherigen Saisonserie übermorgen zu Hause gegen Faurndau keine Niederlage geben, dürfte das Zeugnis mit „befriedigend“ ausfallen. Mit dem Vermerk zu Hause hui, auswärts pfui.

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Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die Älbler in der Auswärtsbilanz mit null Punkten und bereits 16 Gegentreffern auf dem letzten Platz liegen. Zu Hause kassierte man jedoch erst einen Gegentreffer und würde – nur die Heimspiele berücksichtigt – auf Platz vier liegen. Können es die Mannen um Trainer Pedro Pereira also nur im heimischen Hardtwald? Zumindest übermorgen soll sich dieser Trend fortsetzen, wenn mit Faurndau sicher kein übermächtiger Gegner gastiert. Gelänge ein Sieg, würde die Spielgemeinschaft als Vorletzter an den punktgleichen Göppinger Vorstädtern vorbeiziehen.

„Mir ist es egal, gegen wen und wo wir spielen, wir müssen immer motiviert sein und unsere beste Leistung abrufen. Dann bin ich guter Dinge, dass wir gut in der Bezirksliga ankommen und uns festigen werden“, sagt SGEH-Coach Pedro Pereira. Für die letzte 1:4-Auswärtspleite machte er vor allem eine verschlafene erste Halbzeit (0:3) verantwortlich. „Da waren wir nicht richtig auf dem Platz, das war eine reine Einstellungsproblematik.“ Zu Hause scheinen die SG-Kicker bisher extra motiviert zu sein. Sieben Zähler in drei Spielen und der Husarenstreich gegen Mitfavorit FV 09 Nürtingen (3:0) belegen dies. „Wir sind in der momentanen Phase noch nicht stabil genug. Oft entscheiden Kleinigkeiten, daran müssen wir noch arbeiten“, weiß Pereira. Dabei nicht mithelfen kann Außenverteidiger Isaiah Ashton, der nun doch wegen eines Meniskusrisses operiert werden muss und voraussichtlich bis zum Jahresende ausfällt.

Bereits am heutigen Freitagabend empfängt der Tabellenelfte FC Donzdorf Spitzenreiter TV Nellingen. Auf einen Nellinger Ausrutscher dürfte der Zweite, TSV Deizisau, spekulieren, um mit einem Heimsieg gegen Grötzingen am Sonntag zumindest an der Spitze dranzubleiben.

Zum Verfolgerduell kommt es in Esslingen, wenn der TSV RSK auf Nürtingen trifft. Die „Nullneuner“ hinken mit bisher erst zwei Siegen ihren eigenen Erwartungen hinterher. Um vordere Positionen streiten sich auch Neckartailfingen (6.) und Berkheim (4.). Für Schlusslicht Oberesslingen und Wäldenbronn-Esslingen geht es in einem lokalen Kellerduell dagegen darum, sich etwas Luft zu verschaffen.wr