Lokalsport

SGEH brennt auf den Saison-Endspurt

Fußball-Bezirksliga Vier Teams kämpfen Kopf an Kopf um den Relegationsplatz zwei.

Der VfL Kirchheim muss gegen Donzdorf punkten, um den Kontakt zur Spitze zu halten.Foto: Mirko Lehnen
Der VfL Kirchheim muss gegen Donzdorf punkten, um den Kontakt zur Spitze zu halten.Foto: Mirko Lehnen

Erkenbrechtsweiler. Spannender könnte das Rennen um den begehrten zweiten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, in der Fußball-Bezirksliga gar nicht sein. Zwar scheint die Meisterschaft und der damit direkt verbundene Wiederaufstieg bereits fest an den souveränen Tabellenführer SC Geislingen vergeben, danach tummeln sich mit dem TSV Oberensingen, der SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang, dem 1. FC Donzdorf und dem VfL Kirchheim gleich vier Teams auf Augenhöhe, die allesamt Rang zwei anpeilen.

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SGEH ist auf Höhenflug

Vor allem aufseiten der SGEH hofft man nach den Heimsiegen gegen die direkten Konkurrenten aus Oberensingen und Donzdorf auf das Momentum - und das wird in Anbetracht der kommenden zwei richtungsweisenden Begegnungen auch nötig sein: Denn zuerst geht es für die Elf von Trainer Dieter Hiller morgen nach Deizisau, anschließend kommt Spitzenreiter Geislingen ins Hartwaldstadion. SGEH-Spielmacher Ingo Schäfer ist voller Vorfreude auf den Saison-Endspurt: „Wir genießen die momentane Situation extrem. Es macht unglaublich Spaß, da oben mitzuspielen. Und wer weiß, vielleicht reicht es am Ende ja tatsächlich für die Relegation. Das wäre der Wahnsinn.“ Gegner Deizisau startete als amtierender Bezirkspokalsieger mit großen Ambitionen in die Spielzeit, wurde diesen bis dato allerdings nicht gerecht. Erst zu Beginn der Rückrunde stabilisierte sich das Team von Trainer Thomas Gentner und ist in diesem Jahr weiterhin ohne Niederlage. „Deshalb würden wir uns notfalls wohl auch mit einem Zähler zufrieden geben, angepeilt wird aber logischerweise ein Sieg, dann hätte ich doppelten Grund zu feiern“, sagt Schäfer, der morgen 33 Jahre alt wird. Personell sieht es für die SGEH jedoch nicht rosig aus: Sowohl Marco Parrotta als auch Cosimo Attorre sind angeschlagen und werden vermutlich nicht auflaufen können.

 

VfL steht unter Druck

Beinahe auf Augenhöhe mit der SGEH liegt im Moment der VfL Kirchheim. Zwar trennen beide Teams fünf Punkte, die Kirchheimer jedoch haben ein Spiel weniger absolviert als die direkten Konkurrenten.

Am morgigen Sonntag trifft der VfL beim 1. FC Donzdorf auf ein weiteres Team aus der Spitzengruppe - die Gelegenheit einen direkten Mitstreiter hinter sich zu lassen. „Das wäre super, zumal wir im Hinspiel klar überlegen waren. Allerdings holen wir diese Saison auswärts deutlich weniger Punkte“, resümiert VfL-Coach Markus Schweizer in Anlehnung an den 4:0-Erfolg aus der Vorrunde. Im Falle einer Niederlage bestünde für die Kirchheimer sogar die Gefahr, von der SGM TT Göppingen überholt zu werden und damit langsam aber sicher im Niemandsland der Tabelle zu verschwinden. „Deshalb stehen wir schon unter Druck, in Donzdorf was zu holen“, fordert der 32-Jährige. Fehlen werden den Kirchheimern beim Gastspiel Philipp Hauser und Simon Wahler aufgrund von Knieverletzungen.

 

Neidlingen mit kleinem Polster

Vermeintlich entspannt kann hingegen der TV Neidlingen die letzten zehn Partien der Saison angehen. Der Aufsteiger spielt eine beachtliche Runde und hat sich bereits ein dickes 14-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge herausgespielt. Morgen ist die Mannschaft von Trainer Pat­rick Kölle beim Tabellennachbarn FV Neuhausen zu Gast. max