Lokalsport

SGEH mit "Endspiel"

Während der GSV Dürnau mit Riesenschritten in Richtung Herbstmeisterschaft eilt, droht den Kickern der SGEH ein freudloser Winter im Tabellenkeller. Auf der Alb geht das Abstiegsgespenst um.

WALTER HALLER

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Ratlosigkeit in der Bezirksliga: Nachdem es auch dem tüchtigen Aufsteiger FC Nürtingen 73 vergangenen Sonntag nicht gelang, dem GSV Dürnau seine erste Niederlage beizubringen, werden die Verfolger Mühe haben, der Hübbe-Truppe den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters noch streitig zu machen. Beim 5:2-Sieg des GSV in Nürtingen zeigte sich, dass auch Glück dazugehört, wenn man vorne steht. Erst ein umstrittener Foulelfmeter, fünf Minuten vor dem Abpfiff, brachte den Titelaspiranten auf die Siegerstraße. Während der GSV mit dem TSV Grötzingen am Sonntag eine vergleichsweise leichte Aufgabe zu meistern hat, könnten die Verfolger erneut Federn lassen.

Der mit vier Punkten Rückstand auf Platz zwei rangierende TSGV Großbettlingen, wird im Derby in Wolfschlugen Mühe haben, ungeschoren davonzukommen. Auch der Drittplatzierte FC Nürtingen läuft beim wiedererstarkten FV Neuhausen Gefahr, gerupft zu werden. Dies wird der TSV Notzingen kaum befürchten müssen, liegt dessen Gastgeber ASV Eislingen doch abgeschlagen am Tabellenende. 32 Mal musste Torwart-Oldie Helmut Schwarz den Ball bereits aus dem Netz holen, während seine Vorderleute erst zwei Tore erzielen konnten.

Trotzdem warnt Notzingens Coach Stefan Haußmann sein Team vor einem Spaziergang: "Auf dem Eislinger Kunstrasen haben wir schon unschöne Erfahrungen gemacht." Der vierte Dreier in Folge ist dennoch fest eingeplant. Zwei unterschiedliche Halbzeiten sah Haußmann beim 1:0 seiner Elf gegen Uhingen. "Man kann nicht immer mit Glanz und Gloria gewinnen", verteidigt Haußmann den "schmutzigen" Sieg.

Dem TSV Jesingen stehen in den kommenden Wochen einige schwere Brocken bevor. Mit dem TSG Zell kommt zuvor jedoch ein Hinter-bänkler in die Lehenäcker. "Ich hätte nicht gedacht, dass meine Mannen die 1:6-Schlappe gegen Notzingen so gut weggesteckt haben", zeigte sich Trainer Klaus Müller nach dem 2:0-Sieg seiner Truppe vergangenen Sonntag bei der SGEH erfreut. "Ich hoffe, dass es gegen Zell am Sonntag so weitergeht", meint Müller. Trotz der letzten Zeller Pleiten will Müller den Gegner nicht unterschätzen. Erinnerungen an das Finale des Teckbotenfinales werden wach, als der TSG den Jesingern überraschend den dritten Titelgewinn in Folge abjagte.

Momentan plagt Zells Coach Axel Maier jedoch eine Verletzungsmisere: Mit Engelmann, Liebrich, Deva und Costiuk fehlen ihm schon seit Wochen vier Abwehrspieler, mit denen die letztwöchigen Misserfolge nicht stattgefunden hätten. "Mein Team hat sich allerdings auch kampflos den Niederlagen hingegeben", blickt Axel Maier zurück. In einer außerordentlichen Spielerversammlung wurden diese Probleme besprochen. Nun hofft Maier am Sonntag auf Besserung: "Nur über den Kampf können wir wieder zum Erfolg kommen."

Nicht minder düstere Prognosen kommen derzeit von der SGEH: "Jedes Spiel ist ein Endspiel für uns. Wir spielen gegen den Abstieg", bringt es Coach Ralf Friedl auf den Punkt. Von den vielen Verletzten hofft Friedl wenigstens Christian Müller gegen Uhingen einsetzen zu können. "Wir müssen kämpferisch zulegen und dürfen die Köpfe nicht hängen lassen. Dann ist ein Punkt drin", schaut Fridel voraus.