Lokalsport

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Ohne echte Chance waren die Landesliga-Handballerinnen der SG Lenningen im Heimspiel gegen den HC Wernau. Die Niederlage war zwar erwartet, das Ergebnis fiel mit 26:42 allerdings etwas zu hoch aus.

Gleich vorweg etwas Positives: Der gefürchtete Ex-Bundesliga-Star Maike Brückmann im Trikot der Wernauer erzielte in der Partie nur sechs Tore, und wurde von der SG-Abwehr über weite Strecken gut in Schach gehalten. Die Ausgeglichenheit des Tabellenvierten wurde aber durch die zahlreichen Treffer der restlichen Mannschaft mehr als deutlich. Die Zuschauer erlebten kein hochklassiges Spiel, dafür clever agierende Gäste, die die Schwächen in der SG-Abwehr vor allem in der zweiten Spielhälfte gnadenlos ausnutzten.

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Der HC zog Tor um Tor davon, Lenningen fehlte die Ruhe und Besonnenheit, um reagieren zu können. Stattdessen verfielen die Gastgeberinnen in Hektik und leisteten sich dadurch zahlreiche technische Fehler. Wieder einmal fehlte die Cleverness, mit der die SG an diesem Tag unter der psychologisch wichtigen 40-Tore-Marke hätte bleiben können. Dabei war die SG mit drei Treffern von Lena Barner gut ins Spiel gestartet, und hielt auch bis Mitte der ersten Hälfte gut mit. Schöne Spielzüge über den Kreis, von Saskia Schweikert abgeschlossen, oder verwandelte Gegenstöße von Larissa Blocher hielten die SG im Spiel. Die Abwehr stand kompakt, und Torfrau Lisa Kullen sorgte mit tollen Paraden und zwei abgewehrten Strafwürfen für zusätzliche Sicherheit. Eine kurze Deckung gegen Lena Barner und einige vergebene Großchancen durch Baermann und Blocher sorgten dafür, dass der Spielstand gegen Ende der ersten Hälfte mit 12:17 etwas deutlicher war.

Nach der Pause wirkte die SG wie paralysiert. Fehlwürfe, Abspielfehler, Nachlässigkeiten im Spielaufbau – die Mängelliste auf Lenninger Seite ließe sich beliebig fortsetzen. Die Rieke-Sieben war plötzlich völlig von der Rolle. Der HC Wernau nahm dieses Angebot dankend an und baute seinen Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf mehr als zehn Tore aus. Die Gäste kamen jetzt auch mit einfachen Wechseln im Rückraum oder über die Außenpositionen zum Erfolg. Lenningens Abwehr klebte zu statisch am Kreis, ließ den gegnerischen Angreiferinnen damit zu viel Freiheiten.

SG-Trainer Bruno Rieke bemängelte die fehlenden Ideen im Rückraum, die nach der engen Deckung gegen Lena Barner ein wesentliches Manko im Spiel seiner Mannschaft waren. Für Torfrau Ann-Kathrin Schmid war die letzte Partie des Jahres gleichzeitig die letzte der gesamten Saison. Sie absolviert eine Ausbildung mit längerem Auslandsaufenthalt. Für sie rückt Jana Fiegenbaum im neuen Jahr aus der zweiten Mannschaft nach.rs