Lokalsport

SGL-Damen bleiben in der Landesliga

16:19-Niederlage beim VfL Ostdorf folgenlos

Die Handball-Damen der SG Lenningen spielen auch in der nächsten Saison in der Landesliga. Zwar unterlag das Petersenn-Team beim VfL Ostdorf 16:19(10:9), doch der deutliche Hinspielsieg und eine „Entwarnung“ des Handballverbands Württemberg (HVW) reichte aus, um die Klassenzugehörigkeit zu sichern.

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Balingen. Das Rückspiel der SG Lenningen beim VFL Ostdorf würde kein Selbstläufer werden. Das war bereits vor der Partie im Hohenzollernkreis klar. Nach dem 34:14-Hinspielsieg in Lenningen musste die Petersenn-Sieben am Samstag eine 16:19 (10:9)-Niederlage hinnehmen.

Die Lenningerinnen, mit nur zwei Auswechselspielerinnen angereist, verschliefen die ersten zehn Minuten total und lagen 5:0 (9.) zurück. Dabei wussten die SGL-Verantwortlichen um die Stärken der Gastgeberinnen, welche bereits in Lenningen mit schnellem Angriffsspiel und Positionswechseln beeindruckt hatten. Damals war die SG-Defensive allerdings hellwach und machte frühzeitig die Ballwege zu. Das war am Samstagabend etwas anders.

Michelle Terendy und Lena Letsch, beide sehr ballsicher, stießen erfolgreich in die Lenninger Abwehrlücken. Das war für Coach Uli von Petersenn zuviel. Er nahm eine Auszeit. Mit einem „Hallo, wir wollen hier nicht verlieren“, rüttelte er seine Mannschaft wach. Die Aufholjagd gelang und nach Toren von Sarah Timar, Antje Schlenk und Susanne Kazmaier glich Lenningen zum 6:6 (19.) aus. Bis zur 10:9-Halbzeitführung der SGL blieben die Spielstände eng.

Eng auch deshalb, weil die SG eine schlechte Chancenauswertung verbuchte. Ein Indiz dafür waren nicht weniger als vier vergebene Strafwürfe. Angesichts des komfortablen Zwanzig-Tore-Vorsprungs zeigte sich Petersenn bei einigen Aufstellungen sehr experimentierfreudig. Der Eindruck war, dass die Lenningerinnen etwas ergebnisorientierter spielten, während Ostdorf seine schlechte Leistung aus dem Hinspiel mit einer aggressiveren Einstellung kompensierte.

Bis zur 39. Minute lag Lenningen mit 13:12 vorne und daran trugen auch die mitgereisten Fans ihren Teil bei. Die SG-Trommler puschten die Mannschaft nach vorne. Schade, dass diese den Rhythmus nicht aufs Spielfeld übertragen konnte. „Jede hat ein bisschen zu viel für sich gewurschtelt,“ übte Antje Schlenk Kritik hinterher auch am eigenen Spiel. Knackpunkt war dann die 47. und 48. Minute, als Lenningen zwei Hinausstellungen hinzunehmen hatte und auf ihren dreizehn Toren sitzen blieb.

Anders die Gäste, die ihre Überzahl durch Treffer von Inna Nothke, Lena Letsch und Daniela Mladenovic ausnutzten. Vom 16:13-Rückstand (55.) erholte sich die SGL nicht mehr. Auch nach der verletzungsbedingten Auswechselung von Torfrau Lena Reichle konnte Nicole Hahn die Niederlage nicht mehr abwenden. „Ostdorf hatte vor allem in den letzten zehn Minuten den größeren Siegeswillen und hat dadurch verdient gewonnen,“ urteilte Petersenn.

Das Beste kam freilich zum Schluss: Vom Handballverband Württemberg (HVW) kam so etwas wie Entwarnung. Der SG Lenningen bleibt eine weitere Qualifikations-Tretmühle erspart. Zusammen mit dem Sieger der Partie Schnaitheim gegen Korb wird Lenningen auch in der nächsten Saison in der Landes­ligaspielen. döl

SG Lenningen: L. Reichle, Hahn – Timar (6/2), Schlenk (4/2), Rau (3), Blocher (1), Kazmaier (1), Schweikert (1), Dieterich, Emmenegger, Scheu.