Lokalsport

SGL-Frauen strahlen um die Wette

Eitel Sonnenschein in der Sonnenbühler Teilgemeinde Großengstingen am Sonntagnachmittag: Die Handballerinnen der SG Lenningen gewannen ihr Verbandsliga-Spiel beim TV Großengstingen mit 18:13 (9:4).

RUDI DÖLFEL

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SONNENBÜHL Dem tags zuvor stark gebeutelten Weilheimer Spieler Gerhard Bächle gefiel das Match besonders. Zum einen lieferte Freundin Gabi Baermann im SGL-Dress eine Riesenleistung ab und zum anderen war er mit der SG-Darstellung rundum zufrieden. Den Strahlemann kehrte auch Lenningens Trainer Markus "Magnum" Nothwang heraus: "Die guten Trainingsleistungen machen sich bemerkbar. Ich muss besonders meiner Abwehr ein großes Lob aussprechen."

Dieser Mannschaftsteil spielte einen so starken Part, dass der TVG erst in der 15. Minute das erste Gegentor werfen konnte. Nach zwanzig Minuten hatte sich Lenningen bereits 5:2 abgesetzt. Die gute Defensivarbeit beflügelte das Angriffsspiel. Spielerisch suchten die Gäste den Erfolg. Ein Garant dafür war Gabi Baermann. Die auf der linken Halbposition druckmachende Rebecca Dick legte mehrfach die Bälle in den Lauf von Baermann. Mit ihren Würfen, meist ins lange Eck, ließ sie Torfrau Sandra Huber keine Chance. Aber nicht nur sie sorgte für Alarmstufe eins in der Großengstinger Spielhälfte, torhungrig zeigten sich auch Rebecca Dick, Sandra Kuch und Nicole Schmid. Schmid wurde des Öfteren sehr hart attackiert. Einmal wurde ihr beim Werfen in den Arm gegriffen - der Strafwurfpfiff blieb aus. Dafür zeigten sich die Schiris auf Gastgeberseite sehr spendabel. Sechs Mal durften Nadine und Corina Faber an die Linie.

Nur einen gab's für die SG, den Nicole Schmid zur Chefsache erklärte und sicher verwandelte. Drei TVG-Würfe wurden von Amelie Butzer und Nicole Hahn gehalten. Beide lieferten wieder eine Topleistung ab. In der Abwehrmitte gab's an Sarah Timar, Susanne Kazmaier und Rebecca Dick kein Vorbeikommen. Beim 9:4-Halbzeitstand war bereits die Vorentscheidung gefallen. Die Lenningerinnen, mit einem Viertorepuffer im Rücken, zeigten nach dem 10:6 (34.) eine kurze Konzentrationsschwäche, die von den Faber-Schwestern Nadine und Corina bestraft wurde. Plötzlich stand es nur noch 10:8 (42.).

Es dauerte bis zur 50. Minute, ehe die Gäste wieder Fahrt aufnahmen (13:9). Selbst zwei fast gleichzeitige Zeitstrafen für Carolin Reichle (53.) und Sandra Kuch (54.) steckte die Noth-wang-Sieben weg. In Unterzahl erhöhte Sarah Timar gar auf 15:10. Gut in Szene konnte sich auch Sandra Kuch setzen. Aus der Mitte heraus baute sie mit ihren Treffern den Vorsprung auf 17:11 (57.) aus. Dass Kuch, Baermann und Dick sich so gut in Szene setzten und auch abschlusssicher waren, war mit ein Verdienst von Larissa Blocher. Sie zog mit ihrem schnellen Antritt gleich zwei Spielerinnen auf sich und das schaffte Lücken. Beim 18:13-Endstand öffnete sich auch für sie der Erfolgspfad.

SG-Abteilungsleiter Harry Schmid war nach dem Spiel wie alle sehr zufrieden. "Nach zwei Spielen 3:1 Punkte, das hatte ich nicht erwartet. Darauf lässt sich aufbauen."

döl

SG: Butzer, Hahn Baermann (6), Dick (3), Emmenegger (2), Schmid (2/1), Kuch (2), Timar (2), Blocher (1), Kazmaier, Reichle.Zuschauer: 80.Schiedsrichter: Tucholl/Böss, Sulz trafen umstrittene Strafwurfentscheidungen.