Lokalsport

SG-"Wunder" hält an

Lenningens Serie hielt: Auch im vierten Spiel nacheinander blieben die Punkte beim Spitzenreiter der Handball-Landesliga-Staffel 2. Gast HSG Weinstadt war beim 31:22 (15:7) chancenlos.

LENNINGEN Nur in der ersten Viertelstunde gelang es der Remstal-Sieben, einigermaßen mitzuhalten. Aber bereits da deutete sich an, dass der Tabellenführer auf allen Positionen torgefährlich war. Weinstadt konnte dem Lenninger Tempohandball nicht folgen. Und noch eine weitere Stärke zeichnete die SG aus: Als es bei Jochen Leitner und Marc Segeritz nicht so lief mit dem Torewerfen, übernahmen diesen Part Jan Lamparter und Jochen Renz.

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Letzterer stellte seine Spritzigkeit beim 8:3 (18.) unter Beweis. Genug, HSG-Trainer Jürgen Bohn bat zur Auszeit. Seine Ratschläge fruchteten nicht. Zu groß war der SG-Torhunger. Dieser steigerte sich auch dadurch, weil ein Sven Lamparter eine Torhüter-Gala ablieferte. Seine Statistik: 33 gehaltene Würfe. Der Tabellenletzte, wahrlich kein Schlusslicht in Sachen Torewerfen, scheiterte mit besten Chancen am SG-Zerberus. Und vorne sprühten die SG-Angreifer vor Spielfreude. Auch nach dem 15:7-Seitenwechsel blieb die SG-Tormaschine im oberen Drehzahlbereich. Zwischen der 35. und 45. Minute blieb Weinstadt der Torerfolg versagt. Ein wieder erwachter Marc Segeritz hatte zum 23:11 getroffen, und entnervte HSG-Angreifer bissen sich an Sven Lamparter die Zähne aus.

Für Otto Stilz, den HSG-Abteilungsleiter, war`s zum Verzweifeln: "Unsere Spieler haben die besten Chancen nicht verwertet." Er lobte gleichzeitig die SG: "Die haben den variableren Handball gespielt. Diesem Tempo konnten wir nicht folgen." In der Schlussviertelstunde experimentierte SG-Trainer Hans Hahn mit verschiedenen Aufstellungsvarianten, wobei Volker Schwohl und Jochen Gökeler sehr gut justierten und die SG-Quote nach oben trieben. Da trat das Abwehrspiel etwas in den Hintergund. Jetzt entdeckte auch Weinstadt, dass mit Tempospiel die SG in Verlegenheit gebracht werden konnte. Attila Kiss, Thomas Schott und Tobias Wick hatten schnelle Beine und setzten den einen oder anderen Treffer zum 22:31-Endstand.

Für SG-Trainer Hans Hahn war nach 20 Minuten klar, dass Weinstadt die SG-Abwehr nicht entscheidend knacken würde. Derweilen versuchte SG-Kapitän Steffen Kazmaier den Ball flach zu halten: "Im Moment sieht es ganz gut aus, aber deswegen brechen wir nicht in Euphorie aus. Die Nagelprobe kommt am nächsten Samstag, wenn wir gegen Plochingen spielen." SG-Abteilungsleiterin Silvia Klein erklärte das SG-"Wunder" mit dem Dauerabonnement an der Tabellenspitze so: "Die spielen mit Begeisterung Handball. Ich hoffe, dass es so weiter geht."

döl

SG: S. Lamparter, Tombrägel J. Lamparter (5), Segeritz (5), Renz (4), Kazmaier (3/3), Gökeler (3), Schwohl (3), Braunwarth (2), Kirschmann (2), Leitner (1), Wiesinger (3/1).Zuschauer: 380. Schiedsrichter: Gräßle/Schymura, Neipperg, leiteten etwas kleinlich.