Lokalsport

Showdown in der Sporthalle Stadtmitte

Basketball-Landesligist VfL Kirchheim empfängt im Titelduell Verfolger TS Göppingen

Am Sonntag um 17.30 Uhr läuft der Countdown ab: Mit einem Sieg gegen die TS Göppingen können die VfL-Basketballer den lang ersehnten Aufstieg in die Oberliga endlich perfekt machen.

VfL Kirchheim (grüne Trikots) - RavensburgMatthias Beck mit Ball
VfL Kirchheim (grüne Trikots) - RavensburgMatthias Beck mit Ball

Kirchheim. „Jetzt haben wir fast fünf lange Jahre hart dafür gearbeitet, jetzt werden wir sehen, ob sich all das gelohnt hat.“ Pasko Tomic wird ein bisschen pathetisch, aber er hat auch schon viel erlebt, seit er 1997 nach Kirchheim kam. Zehn Jahre später übernahm er die Mannschaft, die unter den damals gerade ein Jahr alten Knights den Unterbau des Profiteams bilden sollte. Die Platzierungen seither: Fünfter, Sechster, Dritter, Zweiter. Und jetzt endlich Erster?

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Nur noch die Turnerschaft Göppingen hat etwas dagegen. Denn vier Spieltage vor Schluss führt der VfL die Tabelle der Landesliga mit 13:1 Siegen an vor den Göppingern mit 12:2. Dahinter sind der TSB Ravensburg (10:4) und die Spvgg Holzgerlingen (9:5) aus dem Rennen.

Und nun also das Spiel der Spiele, das Derby der Erzrivalen, der entscheidende Showdown in der Sporthalle Stadtmitte. Gewinnt die Tomic-Truppe, ist die Meisterschaft zu 99  Prozent perfekt. Verliert sie, gibt es ein Zittern bis zum letzten Spiel am 24. März.

Wie stehen die Chancen? Tomic selbst ist zuversichtlich, genauso wie seine Spieler: „Wenn wir ordentlich verteidigen, müssten wir Göppingen so um die 60 Punkte halten können und gewinnen.“ Dafür müssen die Kunstschützen Kai Koreck (19,2 Punkte/3,8 Dreier pro Spiel) und Marco Marreiros (13,5/2,5) ausgeschaltet werden und muss die Konzentration von der ersten Minute an hundert Prozent betragen. Einmal hat das ja schon prima geklappt: Beim Hinspiel in der Göppinger Parkhaushalle am 19. November feierte Oldie Paul Howard seinen Einstand, der VfL gewann sensationell hoch 107:71. Wichtiges Detail: Koreck gelangen nur drei Punkte. Inzwischen ist auch noch Marsel Sibinovic zurückgekehrt (aus dem Regionalligateam der Göppinger, wo er anderthalb Jahre die Bank drückte), der VfL hat somit sicher den mit Abstand tiefsten Kader der Liga. Alle Spiele seither wurden gewonnen, der VfL ist in der Tat seit dem 22. Oktober und dem 72:75 in Holzgerlingen in elf Spielen unbesiegt – auch wenn es nicht immer schön anzusehen war.

Doch nun sind alle Akteure bis in die Haarspitzen motiviert und wollen den so lange offenen Sack endlich zuknüpfen. Am heißesten: Kapitän Dominik Eberle und Matti Beck. In den insgesamt sieben Jahren Landesliga seit dem Aufstieg 2005 waren beide immer dabei. Das sind für Eberle bis zum heutigen Tag 112 Spiele, in denen er 1 477 Punkte erzielte, Beck machte sogar 115 Spiele und kam auf 968 Punkte. Nicht nur für diese zwei wird es also langsam Zeit für die Oberliga. Dazu werden wie zuletzt gegen Ravensburg wieder über 100  Zuschauer erwartet – der Eintritt ist übrigens frei. In der Oberliga wird man sich da womöglich etwas Neues überlegen müssen.ut

VfL Kirchheim: M. Beck, C. Bozic, Eberle, Engonidis (?), Howard, Ivanovic, Marino, C.  Munz (?), Nakov, Reza, Schraml, Sibinovic, Zimmermann.