Lokalsport

"Sicht war sauschlecht"

Lediglich Platz vier belegte das Duo Wolf Henzler/Mike Rockenfeller beim siebten Lauf der GT-Klasse in der amerikanischen ALMS-Serie.

EBERHARD STRÄHLE

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ELKHART LAKE Beim Generac 500, dem siebten Lauf zur American Le Mans Series (ALMS) im amerikanischen Elkhart Lake/Wisconsin erreichte der Nürtinger Wolf Henzler (Motorsportclub Kirchheim/Teck) in der GT2-Kategorie zusammen mit seinem Copiloten Mike Rockenfeller im Porsche 911 GT3 RSR den vierten Platz. In der Gesamtwertung belegt Henzler den sechsten Platz.

Schon im Training auf der 4,048 Meilen langen Strecke von Road America hatte Henzler, inzwischen fast schon Weltenbummer in Sachen Rennsport, ein leicht ungutes Gefühl in der Magengegend. "In den freien Trainingssitzungen probierten wir laufend verschiedene Einstellungen am Fahrwerk aus, kamen aber auf keinen grünen Zweig. Es war immer nur die fünftschnellste Zeit, die wir vorlegten", haderte der Nürtinger. Mike Rockenfeller fuhr das Qualifying. Aber auch dessen Fahrkünste reichten nur für den fünften Startplatz.

Den Start zu bestreiten oblag im Rennen Wolf Henzler. Ein Rennen, das über 72 Runden ging beziehungsweise das nach einer Zeit von 2.45 Stunden beendet wurde. An fünfter Stelle rangierend, in der 15. Runde verlor plötzlich ein vor Henzler fahrender Konkurrent Kühlwasser, die sich auf der Windschutzscheibe an Henzlers Porsche breit machte. Wischversuche machten die Sache für den Nürtinger nur schlechter: "Die Sicht war sauschlecht. In dieser Phase des Rennens habe ich Fehler gemacht. Es fehlte das Gefühl fürs Auto", entschuldigte sich Henzler später, "aber ein Boxenstopp nur zum Scheibenreinigen hätte keinen Sinn gemacht."

So fuhr Henzler nach 50 Minuten an die Box zum Fahrerwechsel, Tanken und der fälligen Scheibenreinigung. Nachdem nun Rockenfeller den Porsche übernommen hatte, waren die Fahrwerksprobleme noch immer zu spüren. Rockenfeller gab für den Rest des Rennens sein Bestes und hoffte zugleich, noch eine Safetycarphase zu erwischen, um nochmals ohne Rundenverlust den Porsche aufzutanken. Dies trat in den letzten 15 Minuten noch zum Glück der Deutschen ein "Rocky" konnte schließlich als Vierter in der GT2-Klasse über die Ziellinie fahren.

Im Übrigen stellte sich heraus, dass ein defekter Stoßdämpfer das Übel des Rennwochenendes der BAM!-Mannschaft um Wolf Henzler und Mike Rockenfeller war. Vom 2. bis 4. September findet in der kanadischen Provinz Ontario das Labour Day Weekend statt. Henzler startet beim Grand Prix of Mosport auf dem Mosport International Raceway an diesem Wochenende sowohl bei der Speedworld GT Challenge mit dem Applied Materials/Farnbacher/Loles- Team als auch im BAM!- 911 GT3 RSR bei den ALMS-Sportwagen.