Lokalsport

Sieben jagen Düsseldorf

In der deutschen Pokal-Endrunde ist der TTC Frickenhausen II Außenseiter

Die „Erste“ raus, die „Zweite“ mittendrin: Beim deutschen Tischtennis-Pokalfinale in der Porsche-Arena will der TTC Frickenhausen II richtig Gas geben.

TTC Frickenhausen
TTC Frickenhausen

Frickenhausen. „Wir haben keine Chance, aber wir wollen sie nutzen.“ Getreu diesem Motto geht das junge Team des TTC matec Frickenhausen II ins mit acht Teams bestückte Pokal-Finale. Nachdem die erste Mannschaft im Achtelfinale am SV Plüderhausen scheiterte, sinnt nunmehr der TTC II im Württemberg-Derby auf Revanche. Es sind nicht wenige Insider aus der Tischtennis-Szene, die den Frickenhausenern in Stuttgart eine gute Rolle zutrauen. Viel wird von der TTC-Aufstellung abhängen.

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Der Zweitliga-Herbstmeister hat gleich drei junge japanische Talente in seinen Reihen, von denen in der ersten Saisonhälfte bislang nur ­Masataka Morizono zum Einsatz kam. Hinter dem Ungarn Krisztian Nagy und dem Serben Zolt Sel folgen Trainer Jian Xin Qiu und dessen Söhne Liang und Dang Qiu, die im Jugendbereich bereits einige internationale Erfolge feierten. Zudem befindet sich mit Daniel Hartmann der aktuell zweifache baden-württembergische Jugendmeister im Aufgebot.

Wer spielen wird, ist noch offen –sicher ist sich Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann allerdings darüber, dass das Event in der großen Halle beim Publikum ankommen wird. „Wir vom TTC haben diesbezüglich ja gute Erfahrungen gemacht und halten seit der Partie gegen Borussia Düsseldorf immer noch den Zuschauerrekord in der Bundesliga.“ 4 500 Besucher waren vor vier Jahren zum DTTL-Spiel geströmt. Mit TTF Ochsenhausen sowie Frickenhausen II und Plüderhausen gehen in Stuttart gleich drei Mannschaften aus dem Ländle an den Start.

Zum Liebherr-Pokal-Finale kehren die Doppel-Europameister von 2009, Timo Boll und Christian Süß, in die Porsche-Arena zurück. Diesmal nicht im Nationaltrikot, sondern als amtierende Pokalsieger mit dem neuerlichen Topfavoriten Borussia Düsseldorf.

Im Viertelfinale trifft der TTC II auf den SV Plüderhausen – ein Spiel, bei dem die Frickenhausener auf ihre Außenseiterchance hoffen. Auf der einen Seite der Erstligist, der aktuell auf einem Abstiegsplatz steht, auf der anderen Seite der Zweitliga-Herbstmeister – es könnte interessant werden. Für die Remstäler ist das Pokalfinale eine gelungene Abwechslung zum schwierigen Bundesliga-Alltag und sie wollen den Zweitligisten aus dem Täle nicht unterschätzen. „Wir müssen mit 100 Prozent in die Partie gehen“, fordert SVP-Manager Momcilo Bojic. Der TTC II will dagegenhalten.pm