Lokalsport

Sieben müssen noch zittern

Die Fußball-Bezirksliga biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Vier Spieltage vor Rundenschluss machen sich noch zwei Mannschaften Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga, gleich sieben Teams kämpfen gegen den Abstieg. Neben dem TSV Notzingen steht nun auch der VfB Neuffen als zweiter Absteiger so gut wie fest.

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KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Vor einem spielfreien Wochenende steht Spitzenreiter TSV RSK Esslingen in der Bezirksliga. Bei fünf Punkten Vorsprung und dem eindeutig besseren Torverhältnis können sich die Schützlinge von Trainer Thomas Köhrer eigentlich beruhigt zurücklehnen. Dennoch ist Vorsicht geboten bei einem Blick auf das Restprogramms des Tabellenführers. Bei noch zwei ausstehenden Auswärtsspielen gegen die Abstiegskandidaten TSuGV Großbettlingen und TSV Adelberg/Oberberken erwarten die Esslinger noch den VfB Oberesslingen/Zell zum stets brisanten Lokalderby.

Das Restprogramm des Tabellenzweiten SV Ebersbach erscheint nicht viel einfacher. Bei zwei Heimspielen (FV 09 Nürtingen, SGEH) und zwei Auswärtsspielen (TSV Grafenberg, TSV Jesingen) müssten schon zwölf Punkte geholt werden, um die minimale Chance auf den ersten Platz noch zu nutzen. Für die Sicherung des Aufstiegsrelegationsplatzes fehlen der Elf von Trainer Michael Hoskins noch vier Zähler.

Die SGEH kann durch die imposante Siegesserie das ausgegebene Saisonziel doch noch erreichen. In der letzten Runde belegte die Elf von der Berghalbinsel den fünften Tabellenplatz und der sollte in dieser Saison verbessert werden. Nun trennen die SGEH von Platz vier gerade noch vier Zähler. Beim TSV Deizisau, der im Moment den vierten Tabellenplatz belegt, wird sich zeigen, ob die Siegesserie fortgesetzt werden kann.

Vor lösbaren Aufgaben steht der TSV Jesingen. Obwohl die beiden nächsten Begegnungen auswärts ausgetragen werden müssen, sollte es für den TSV möglich sein, die Negativserie zu beenden. Am Sonntag gastieren die Schützlinge von Trainer Viktor Oster beim Tabellenvorletzten VfB Neuffen, eine Woche später ist der TSV Jesingen zu Gast beim TSV Notzingen. Schon bei einem Punktgewinn der Elf von den Lehenäckern auf dem Spadelsberg wäre der VfB Neuffen endgültig abgestiegen. Vom FV Neuhausen auf dem neunten Tabellenplatz mit 37 Punkten bis zum Tabellendrittletzten TSV Adelberg (31) müssen sich noch insgesamt sieben Mannschaften ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt machen. Die besten Aussichten hat der FV Neuhausen, der als einziges Team noch fünf Spiele austragen muss. Mit einem Heimsieg gegen den VfB Oberesslingen/Zell wäre der Klassenerhalt schon so gut wie sicher.

Weit größere Sorgen hat der einst ruhmreiche FV 09 Nürtingen. Nur zwei Punkte trennen die Schützlinge von Trainer Klaus Fischer von einem Abstiegsplatz. Bei einer Niederlage am Sonntag in Ebersbach droht akute Gefahr. Den größten Sprung aus dem Tabellenkeller machte der TSV Grafenberg. Aus den letzten acht Spielen konnten die Grafenberger 16 Punkte mitnehmen und haben dadurch die besten Voraussetzungen für den Nichtabstieg geschaffen.

Am Sonntag beim TSV Notzingen ist ein weiterer „Dreier“ fest eingeplant. Doch Vorsicht: Die Eichert-Elf präsentierte sich am Donnerstagabend im Nachholspiel gegen den TSV Deizisau (0:0) in glänzender Form. Derweilen plagen Abteilungsleiter Wolfgang Schäfer ganz andere Sorgen: „Wir sind bemüht, für die kommende Saison eine schlagkräftige Mannschaft für die Kreisliga A zusammenzustellen.“ Die endgültigen Entscheidungen über die Trainerfrage (Erwin Glaunsinger würde gerne weiter machen) und das Bestreben, einige Stammspieler doch noch halten zu können, erwartet Schäfer in den nächsten zwei Wochen.

Vor einer schweren Aufgabe steht der TSV Raidwangen in seinem Heimspiel gegen den SC Geislingen und im Abstiegsduell zwischen dem TSV Neckartailfingen und dem TSV Adelberg zählt für beide Teams eigentlich nur ein Sieg.