Lokalsport

Sieben VfL-Streiche fast noch zu wenig

Kirchheimer verpassen Schützenfest im Pokal

Deutlicher 7:1 (4:0)-Erfolg für Fußball-Oberligist VfL Kirchheim in der zweiten Runde des WFV-Pokals. Bei Bezirksligist SV Böblingen II verpassten die Teckstädter jedoch ein weitaus höheres Ergebnis.

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P. Eidemüller / K. Schlütter

Böblingen. Eile tat Not vor dem gestrigen Pokal-Match des VfL in Böblingen: Aufgrund des frühen Anstoßes (18 Uhr) reisten die größtenteils berufstätigen Kicker mit ihren Privat-PKW an. Nicht jeder konnte so planmäßig vor Ort sein – allen voran Nicola Spina, der erst kurz vor Spielbeginn eintraf. Den Stress offensichtlich noch in den Knochen, bedurfte es eines „Hallo-Wach-Effekts“, um den VfL aus seiner anfänglichen Lethargie zu reißen. Böblingens Schusda verpasste mit einer Bogenlampe aus rund 30 Metern (7.) nur knapp das VfL-Gehäuse, in dem nach dreiwöchiger Verletzungspause erstmals wieder Stammgoalie Patrick Gühring stand – in dem Fall jedoch zu weit davor: An Schusdas Heber wäre der 27-Jährige wohl nicht mehr herankommen.

Die Kirchheimer Antwort kam jedoch postwendend: Der überraschend von Anfang an spielende Coskun Isci nutzte eine Hereingabe von Selim Altinsoy per langem Bein zum 1:0. Nachdem Kagan Söylemezgiller nur drei Minuten später mit einem Lattenkracher das 2:0 verpasst hatte, schlugen die sieben Minuten des Uwe Beran: So lange brauchte das VfL-Eigengewächs, um mit seinen drei Treffern für so etwas wie die Vorentscheidung zu sorgen. Bemerkenswert: Wie schon bei Iscis Tor waren auch zwei Einschüssen Berans schöne Kombinationen über die Flügel vorausgegangen. Das dritte Tor erzielte der 18-Jährige nach sehenswertem Solo durch die überforderte Böblinger Hintermannschaft.

Nach der Pause verpassten es die Kirchheimer, den Bezirksligisten bei besserer Chancenverwertung zweistellig abzuschießen. Trotz weiterer drei Tore blieb vieles auf VfL-Seite Stückwerk. So kam auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Böblinger zum 1:4 nicht überraschend: SV-Mittelfeldmann Polenske packte bei einem 32-Meter-Freistoß den sprichwörtlichen „Hammer“ aus und ließ dem zur Pause für Patrick Gühring im VfL-Tor eingwechselten Edgar Porada keine Chance. Allerdings machte der Youngster bei seiner versuchten Faustabwehr auch keine besonders glückliche Figur.

Unter dem Strich gewann der VfL zwar hoch verdient, verpasste es jedoch, sich mit mehr als den sieben Toren zu belohnen. Dennoch: Die Kirchheimer hinterließen vor allem körperlich einen guten Eindruck vor dem ersten Oberliga-Punktspiel am Samstag gegen Bahlingen.

SV Böblingen II: Kock (46. Stierle) – Algün, Pralus, Isik, Hauth – Polenske, Krüger, Schosda, Soglondej, Rogers – Bäuerlein

VfL Kirchheim: Gühring (46. Porada) – Koch, Grimm (58. Schraivogel), Kauffmann, Eisenhardt – Ohran, Er (46. Nita), Söylemezgiller (17. Dihl), Altinsoy – Beran (58. Spina), Isci

Tore: 0:1 Isci (8.), 0:2, 0:3, 0:4 Beran (16., 19., 23.), 1:4 Polenske (64.), 1:5 Nita (69.), 1:6 Dihl (72.), 1:7 Kauffmann (82.)

Gelbe Karten: Soglondej – Isci

Schiedsrichter: Kern (Weinstadt)

Zuschauer: 80