Lokalsport

Siebenmeter-Pechmit Schlussgong

In buchstäblich letzter Sekunde verlor der VfL Kirchheim gegen den Tabellendritten SG Esslingen mit 20:21 (10:9): Drei Sekunden vor Schluss gab es einen aus Kirchheimer Sicht verwunderlichen Siebenmeter.

KIRCHHEIM Die VfL-Handballer begannen mit sehr konzentrierter Abwehrarbeit und mussten nicht wie zuletzt von Anfang an einem Rückstand hinterherlaufen. Bis zum Stand von 6:6 konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Mehrere Fehlwürfe von Akteuren beider Mannschaften prägten das Spiel ein wenig die Folge der "harzfreien" Zone Kirchheim. Dann kam die Zeit des VfL: Die engagierte Abwehrarbeit trug nun Früchte in Form des ein oder anderen unverhofften Ballgewinns. Ebenso wurden in dieser Phase die sich bietenden Torchancen genutzt vor allem von Simon Latzel, der wieder einmal bester VfL-Schütze war. Der VfL zog mit drei Treffern in Folge auf 9:6 davon.

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Die Gäste, sichtlich irritiert, nahmen nun ein Time-Out. Die Mannen um SG-Trainer Meyer schienen die Ansprache verstanden zu haben und fanden zurück ins Spiel. Beim Stande von 10:9 für den VfL ging's ab in die Kabinen.

Die Esslinger Abwehr stand Anfang der zweiten Hälfte sehr kompakt, was zur Folge hatte, dass sich der VfL des Öfteren im Angriffsspiel aufrieb und nichts Zählbares dabei heraussprang. Esslingen hingegen markierte Treffer um Treffer (15:18).

Dann eine kleine Initialzündung des VfL Kirchheim: In dreifacher Unterzahl gelang Fabian Richter ein Tor der VfL wachte wieder auf und kämpfte sich an die Gäste heran (19:19). Die Schlussminuten waren hochdramatisch. Die SG legte abermals einen Treffer vor, den der VfL postwendend ausgleichen konnte. Danach kassierte Esslingen eine Zeitstrafe. In den letzten knapp 60 Sekunden waren die Gäste in Ballbesitz, doch die VfL-Abwehr war gut postiert und ließ keine Torgelegenheiten der SG zu. Gewissermaßen mit der Brechstange setzten die Esslinger zum letzten Wurf an der blieb im VfL-Block hängen. Vorbei das Spiel? Denkste: Drei Sekunden vor dem Ende ertönte der Strafwurfpfiff des Schiedsrichter-Duos Richter/Richter. Eine Entscheidung, die weder VfL-Spieler noch deren Anhänger nachvollziehen konnten. Julian Lutz ließ sich die Chance nicht entgehen und gab VfL-Keeper Martin Porstner beim Siebenmeter keine Chance.

mp

VfL Kirchheim: Porstner Härterich, Karschin (1), Keller (3), Latzel (7), Pradler, Richter (2), Schafhitzel (1/3), Schmid (1), Weber (2).