Lokalsport

Siegreicher Sommer

Erwin Sommer heißt der Sieger des gestrigen dritten Wertungstages beim Gliding Grand Prix auf der Hahnweide. Im Gesamtklassement führt weiterhin Uli Schwenk.

INGA LOKE

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KIRCHHEIM Aufgrund des guten Wetters wurde eine Strecke von 330 Kilometern ausgeschrieben, die über Münsingen und den Schwarzwald zum Titisee zurück zur Hahnweide (eine Bonuswende), nach Blaubeuren, über den Auchtert und wieder zurück zur Hahnweide führte.

Nachdem die Flugzeuge in den Himmel gezogen worden waren, fingen bereits die ersten Probleme an. Direkt vor der Alb war das Wetter noch nicht gut, so dass einige nicht auf die Alb fliegen konnten, um dort Aufwind zu finden. Eines der ersten Opfer dieser Wettersituation war Christoph Nacke, der schließlich landen musste, um sich wieder mit einem Flugzeug auf Höhe schleppen zu lassen. Direkt nach dem Start flog er ins Lenninger Tal, fand dort keinen Aufwind und musste auf einem Acker landen. Auf Grund der anfänglichen Schwierigkeiten wurde die Startlinie erst um 14.40 Uhr aufgemacht. Ab diesem Zeitpunkt konnte man die 20 Maschinen nur noch auf der Leinwand beobachten.

So sahen die Zuschauer, wie Mario Kiessling und Axel Horn an der ersten Wende die Nase vorn hatten, dicht gefolgt von Reinhard Schramme und Tassilo Bode. Die Zuschauer verfolgten live vom Flugplatz, wie die ersten an der Bassgeige ankamen und dort einen guten Aufwind fanden. Als Erster kam Mario Kiessling an der Bonuswende Hahnweide an und sicherte sich damit einen Extrapunkt. Da er jedoch nicht viel Höhe hatte, wurde er schnell von den folgenden Flugzeugen mit ihren Piloten Erwin Sommer, Axel Horn und Tassilo Bode eingeholt. Die Uhr zeigte mittlerweile schon nach 17 Uhr an, und die Teilnehmer hatten mit dem schlechter werdenden Wetter zu kämpfen. Als Erster überflog Erwin Sommer, dreimaliger Gewinner des Barron Hilton-Cups und fünfmaliger Deutscher Meister die Ziellinie mit einer Geschwindigkeit von knapp 270 km/h.

Ein spannendes Rennen um die Plätze entwickelte sich zwischen Tassilo Bode und Axel Horn, wobei Axel Horn, zweimaliger WM-Teilnehmer und Dritter bei der EM 2004, im Ziel die Nase vorn hatte. Tagesvierter wurde Uli Schwenk, der in der Gesamtwertung weiter vorne bleibt.