Lokalsport

Silke Roßkopf löst Ticket zur Triathlon-WM

Ausdauersport In der Hitze von St. Pölten bleibt die VfL-Triathletin cool und belegt Platz elf der Altersklasse 40.

Aix/Sankt Pölten. VfL-Triathletin Silke Roßkopf hat im zweiten Anlauf überraschend die Qualifikation für die in Südafrika stattfindende Ironman-70.3-WM geschafft. Ein Ironman-70.3-Rennen besteht aus 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Der Name leitet sich aus der Summe der Einzeldistanzen ab, die 70,3 Meilen beträgt.

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Dabei hätten die Bedingungen bei den innerhalb von nur zwei Wochen stattfindenden Wettkämpfen in Aix en Provence und St. Pölten gegensätzlicher nicht sein können. Während das Rennen in Aix witterungsbedingt kurz vor dem Abbruch stand, hatten die Athleten in Niederösterreich mit hochsommerlicher Hitze und Schwüle zu kämpfen.

Bei den Auftaktveranstaltungen der europäischen Ironmanserie traf es die Athleten beim Wettkampf in Südfrankreich besonders hart, als innerhalb weniger Minuten die Temperatur auf knapp fünf Grad sank und Gewitter mit Sturmböen und Starkregen Teile der Rad- und Laufstrecke unter Wasser setzten. Die Abfahrten auf dem mit 1 300 Höhenmetern anspruchsvollen Radkurs waren kaum noch zu bewältigen, sodass zahlreiche Stürze das Rennen überschatteten - von den 2 400 Startern aus 47 Nationen mussten über 800 vorzeitig aussteigen. Das VfL-Duo - neben Silke Roßkopf war auch Gunter Stecher am Start - kämpfte sich jedoch durch. Roßkopf wurden nach 6.36,19 Stunden 13. in der AK40 weiblich und 1015. der Gesamtwertung, Stecher belegte in 5.28,32 Stunden Platz zehn der AK55 und wurde 426. in der Gesamtwertung.

Zwei Wochen später lief es vor allem für Roßkopf erheblich besser. Nach deutlichem Rückstand beim Schwimmen fuhr sie auf der mit 1 000 Höhenmetern knackigen Radstrecke bis auf Platz 17. Mit der zweitbesten Laufzeit in ihrer Altersklasse kam sie nach 5.40,41 Stunden als Elfte der AK40 ins Ziel, was gerade noch zur Qualifikation für die WM in Südafrika reichte. Pech hatte hingegen Gunter Stecher, der nach guter Leistung beim Schwimmen und Radfahren an zweiter Stelle liegend wegen Rückenproblemen beim Laufen aufgeben musste.gs