Lokalsport

Söylemezgiller in die Süperlig

Überraschender Wechsel bei VfL-Fußballern – Drittligacrack im Training

Ordentlich was los bei Kirchheims Oberligafußballern: Kagan Söylemezgiller schnürt ab sofort für den türkischen Erstligisten Ankaragücu die Kickstiefel, Nico Kauffmann droht nach Knieverletzung auszufallen und mit Christian Kuhn tummelt sich ein Drittligaprofi zum Probetraining an der Jesinger Allee.

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Peter Eidemüller

Kirchheim. Erfüllt sich Kagan Söylemezgillers Traum von der Profikarriere nun doch noch? Der 21-Jährige, vor zwei Jahren zum VfL gekommen, hat am Mittwochabend Deutschland via Köln verlassen, um beim derzeitigen Tabellenfünfzehnten der Süperlig, MKE Ankaragücü, sein Glück zu versuchen. Der Wechsel ging so schnell vonstatten, dass Söylemezgiller keine Zeit mehr hatte, sich aus Kirchheim zu verabschieden. Lediglich Kapitän Chris Eisenhardt wusste Bescheid, gab seinem Spezi einen Brief, den dieser am Donnerstag der überraschten Mannschaft vorlas. Böses Blut gab‘s jedoch nicht, wie Eisenhardt versichert. „Ich werde weiter mit ihm per E-Mail in Kontakt bleiben.“ VfL-Geschäftsführer Walter Rau, der eine höhere Ablösesumme als die bei Oberligaspielern üblichen 2 500 Euro kassiert hat, ergänzt: „Die Türen stehen ihm immer offen. Wenn er es in Ankara nicht schafft, kann er im Sommer gerne zurückkommen.“

Unabhängig von Söylemezgillers Abgang tummeln sich dieser Tage potenzielle Neuzugänge an der Jesinger Allee. Einer davon: Christian Kuhn, 24-jähriger Mittelfeldspieler von Drittligist SV Sandhausen. Da er dort diese Saison jedoch noch kein einziges Mal eingesetzt wurde, ist er auf der Suche nach einem neuen Club – vielleicht dem VfL? „Bis einschließlich nächste Woche trainiert er mit uns“, so Coach Rolf Baumann, „dann sehen wir, was passiert.“

Selbiges gilt auch im Fall Nico Kauffmann – allerdings nicht im Zusammenhang mit einem Vereinswechsel: Der 22-jährige Innenverteidiger hat sich bei einem Kick mit Freunden das Knie verdreht. Nachdem eine Kernspintomografie keine eindeutige Diagnose brachte, vermutet der Trainer eine leichte Blessur am Meniskus. „Dann müsste er eine Woche mit dem Training pausieren“, rechnet Baumann vor der abschließenden Untersuchung durch Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Flicker.