Lokalsport

Souveräner Laufsieg beim Saisonhöhepunkt

Die Formkurve des Schlierbacher Motocrossers Manuel Chittaro zeigt weiter nach oben: Beim Supercross in der Dortmunder Westfalenhalle trumpfte der 20-Jährige mit einem zweiten Platz und einem Sieg auf.

LARS KOCH

Anzeige

DORTMUND Beim Saisonhöhepunkt zeigte sich der EBS Sturm Kawasaki-Pilot in überragender Form, die er mit einem zweiten Platz und einem souveränen Start-Ziel-Sieg als Tagesbester der Klasse SX2 krönen konnte.

Dabei hatte das Rennwochenende zwar zumindest mit Blick auf die Trainings schon gut angefangen, wo Chittaro als Zweitschnellster seiner Klasse unterwegs war. Doch in den Rennen hatte der Youngster Pech. Im ersten Lauf starb ihm schon am Start der Motor ab. Als Letzter ging er ins Rennen, konnte sich aber immerhin noch bis auf Platz sieben verbessern. Noch stärker seine Leistung im zweiten Umlauf, wo er in Kurve eins in einen Sturz verwickelt wurde und das Rennen einmal mehr als Letzter aufnahm. In einer furiosen Aufholjagd kämpfte er sich noch bis auf Platz drei nach vorne.

Im zweiten Training hoffte Chittaro auf etwas mehr Glück und legte mit einer Bestzeit den Grundstein für gute Platzierungen. Doch wieder sollte es nicht nach Plan laufen. Zwar führte Chittaro das Feld lange an, doch nach einem Fahrfehler und dem darauf folgenden Sturz musste der Schlierbacher unter Schmerzen aufgeben, trat aber zum zweiten Rennen des Tages noch einmal an. Als dann das Startgitter fiel, reagierte Chittaro zwar als einer der Schnellsten, doch in der ersten Kurve gehörte er dann zu denen, die sich in einem Knäuel am Boden tummelten. Zwar konnte er das Rennen wieder aufnehmen, mehr als Platz sieben war am Ende aber nicht mehr drin.

Das versöhnliche Ende stand aber noch aus. Diesmal beschränkte sich Chittaro nicht nur im Zeittraining auf Höchstleistung. Dort setzte er zuerst einmal die Bestmarke, die sogar in der SX1-Klasse für einen Top-Startplatz gereicht hätte. Im ersten Wertungslauf hatte Chittaro am Start zwar wieder einmal Pech, doch im Verlauf des Rennens fuhr der Schlierbacher die schnellsten Zeiten und stürmte förmlich durch das Feld nach vorn. Den führenden Franzosen Fabian Izoird konnte Chittaro zwar nicht mehr einholen, dafür hatte er den amtierenden deutschen 125er-Meister Schiffer und Izoirds Landsmann Richier in der letzten Runde mustergültig ausgekontert und sich so Platz zwei gesichert. Das zweite Rennen des Tages sollte dann den Triumph für den "EBS-Stürmer" bringen. Das Startgitter fiel und der Schlierbacher bog als Zweiter in die Kurve ein. Noch in Runde eins kassierte Chittaro dann den Führenden und setzte sich selbst an die Spitze des Feldes. Dort suchte er sein Heil in der Flucht und fuhr Rundenzeiten, die über eine Sekunde schneller waren als die der Konkurrenz. Am Ende konnte Chittaro das Tempo sogar noch ein wenig herausnehmen und fuhr einen souveränen Laufsieg ein, der ihm am dritten Tag beim wichtigsten Hallenrennen des Jahres doch noch den obersten Podiumsplatz bescherte.

An den kommenden Wochenenden ist für Manuel Chittaro erst einmal rennfrei, möglicherweise steht im Februar noch ein letztes Supercross-Rennen im schleswig-holsteinischen Kiel an. "Dazu laufen momentan die Verhandlungen, geklärt ist aber noch nichts", so der 20-Jährige, der mit seinem Abschneiden zufrieden war. "Was ich am Freitag und Sonnabend an Pech hatte, das hatte ich am Sonntag am nötigen Glück. Ich bin auf jeden Fall zufrieden, dass es zumindest zu einem Tagessieg gereicht hat."