Lokalsport

Spätschicht am dritten Wertungstag

PETER BITTNER

Anzeige

KIRCHHEIM Wenn es etwas gibt, was die Mitglieder der Fliegergruppe Wolf Hirth nicht übers Fliegen wissen, dann ist es die Wettervorschau über mehrere Tage. Das Wetterpoker nehmen viele der Teilnehmer beim Hahnweid-Wettbewerb dennoch gerne in Kauf, um die gute Stimmung und den professionell organisierten Wettbewerb mitzuerleben.

Der letzte Wertungstag am Samstag war gleichzeitig der so heiß begehrte dritte für die Gastnationen, denn unter drei Wertungstagen würde die Teilnahme nicht zur Qualifikation im eigenen Land gewertet. Anders als erwartet gestaltete sich der Albaufstieg am letzten Tag jedoch schwierig. Aufgrund fehlender Thermik musste das Hochschleppen der Flugzeuge für 45 Minuten unterbrochen werden. Die Unterbrechung war dann auch verantwortlich, dass die Teilnehmer länger brauchten, um die Flugaufgaben zu erfüllen. Aufgaben zwischen 259,3 und 398 Kilometern führten dazu, dass die letzten Teilnehmer erst gegen 19.30 Uhr auf der Hahnweide landeten.

Am "Dettinger Buckel" konnten die Zuschauer an diesem Samstag miterleben, wie spektakulär Segelfliegen sein kann. Der Brite Richard Aldous (18-Meter-Klasse) landete direkt auf der Ziellinie und gelangte so noch in die Geschwindigkeitswertung. Etwa 300 Meter fehlten ihm zur Landung auf der Hahnweide. Sein Segelflugzeug musste auf der Wiese abgebaut und in den Flugzeughänger verfrachtet werden.

Auf dem jeweils ersten Tagesrang konnten Cornelia Schaich (Standardklasse/97,1 km/h/909 Punkte), Thomas Wettemann (Grand-Prix-Klasse/ 88,3 km/h/10Punkte), Eberhardt Schott (18-Meter-Klasse/92,7 km/h/1 000 Punkte), Tassilo Bode (Offene Klasse/112,3 km/h/710 Punkte) und T.Eberhardt/A.Nagel/A.Wiethüchter (Doppelsitzer, 93,0 km/h, 1000 Punkte) überzeugen. Die große Abschlussparty mit Siegerehrung zog sich wertungsbedingt etwas in die Länge. Das Organisationsteam gestaltete mit einem Videofilm über den Wettbewerb und der Band "Permanent Vacation" die Wartezeit jedoch kurzweilig. Impressionen des 41. Kirchheimer Hahnweid-Wettbewerbs sind auf der offiziellen Homepage http://hww07.hahnweide.com zu sehen.

Der routinierte Wettbewerbsleiter Siegmund Maier gratulierte dem jungen Team um Marc Puskeiler für die gelungene 41. Auflage der Veranstaltung und unterlegte die erfolgreiche Geschichte des Wettbewerbs mit Zahlen: Bei den 41 internationalen Wettbewerben waren 270 Piloten aus zwölf Nationen am Start die meisten davon schon seit vielen Jahren. Maier widerlegte auch die Mär vom typischen weil regnerischen Hahnweide-Wetter. Während der 41-jährigen Geschichte gab es laut Statistik durchschnittlich vier Wertungstage. Hans Puskeiler, der Vorsitzende der Fliegergruppe Wolf Hirth, brachte es auf den Punkt: "Eine Himmelfahrtswoche ohne Hahnweid-Wettbewerb ist wie Regen ohne Nass."