Lokalsport

Starker Einsatz für starkes Kirchheim

Beim Sponsorenrennen erradeln 30 Pedaleure 4600 Euro für benachteiligte Kinder

Starker Einsatz für ein starkes Kirchheim: Im Rahmen des Sponsorenrennens für den Bildungs- und Sozialfond haben 30 Teilnehmer gestern die stolze Summe von 4605,75 Euro erradelt.

Lightweight Cup - GP KirchheimSponsorenrennen
Lightweight Cup - GP KirchheimSponsorenrennen

Kirchheim. Sie bekam von allen Teilnehmern gestern den meisten Applaus: Anne-Kathrin Stuth gewann aber weder das Frauenrennen, noch holte sie sich irgendeine Sprintwertung. Dafür war ihr Fahrrad, mit dem sie tapfer lächelnd Runde für Runde für den guten Zweck über den Alleenring rollte, der Hingucker des Tages: Verziert mit unzähligen Blumen erntete ihr Drahtesel jedes Mal tosenden Applaus, wenn sie den Zielbereich am Marktbrunnen passierte – und wer ihr hinterschaute, konnte auch gleich erkennen, wer ihr Sponsor war. Das Blumengeschäft „Vergissmeinnicht“ spendete für jede von Stuth absolvierte Runde fünf Euro für den guten Zweck.

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Nach diesem Prinzip jagten die restlichen 29 Teilnehmer ebenfalls über die 1,5 Kilometer lange Strecke. Dass nach einer Stunde Renndauer 883,5 Kilometer die stolze Summe von 4605,75 Euro erbrachten, freute die Macher des Sponsorenrennens am meisten. Schließlich möchte der Bildungs- und Sozialfond „Starkes Kirchheim“ der Kinderarmut in der Teckstadt entgegentreten. Mit vielen Aktionen unterstützt das Bündnis engagierter Bürger und Firmen benachteiligte Kirchheimer Kinder. Diese Unterstützung reicht vom Frühstücksangebot über die Bereitstellung von Schulmaterial und Schulranzen bis hin zur Teilnahme an Schwimmkursen und dem kostenlosen Eintritt ins Freibad.

Bei solch einem hehren Ziel ließen sich auch etliche Lokalpromis nicht zwei Mal bitten, um in die Pedale zu treten. Allen voran Bürgermeister Günter Riemer, der als ehemaliger aktiver Radsportler und Verbandsfunktionär auch kaum eine andere Wahl gehabt hätte. Um da mitzuhalten, bereitete sich so manche(r) im Feld gewissenhaft auf das Rennen vor. „Ich bin am Sonntag extra noch 39 Kilometer gefahren, um die Beine in Form zu bringen“, sagte Grünen-Stadträtin Sabine Bur am Orde-Käs.

Doch auch andere in Kirchheim bekannte Größen ließen es sich nicht nehmen, für den guten Zweck zu schwitzen. Peter Winkle von der Tanzschule Kirchheim bewies dabei, dass er nicht nur auf dem Parkett eine flotte Sohle hinlegen kann. Winkle hatte gleich vier Mitfahrer für ein Team verpflichtet, das pro Runde zwei Euro beisteuerte. Einer von ihnen geriet zum großen Pechvogel. Karl Blocher stürzte eingangs der Zielgeraden am Wachthaus und musste das Rennen verletzt aufgeben. Die Summe der von ihm gefahrenen Runden wurde im Ziel kurzerhand auf die der Sieger aufgerundet – auch ein Beweis für ein starkes Kirchheim.pet