Lokalsport

Start- und Zielsieg: Wolf Henzler wunschlos glücklich

Beim Centrix Financial Grand Prix of Denver' hat der Nürtinger Rennfahrer Wolf Henzler mit seinem Applied Materials/ Farnbacher Loles Porsche 911 Cup einen hervorragenden Start- und Zielsieg.

EBERHARD STRÄHLE

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DENVER Mit diesem Sieg meldete sich das Mitglied des Motorsportclub Kirchheim im Kreis der Anwärter auf den Gesamtsieg der diesjähringen Speedworld GT Challenge' zurück. "Alles lief an diesem Wochenende ganz nach meinen Wünschen. Ich fuhr in allen Trainigsläufen die schnellsten Zeiten und konnte im Qualifying sogar die Poleposition rausfahren", beschrieb Henzler das Wochenende. Es war seine dritte Poleposition in diesem Jahr.

Die härtesten Widersacher Henzlers, Robin Liddell (AXA Financial/ PFAFF-Team) und der Cadillacpilot Max Papis (XM/ Mobil 1/Motorola/Bose-Team) versuchten einige Male, dessen Qualifyingzeit zu knacken. Dies ging insofern schief, als Wolf Henzler immer wieder just zu dem Zeitpunkt auf die Strecke fuhr, an dem die beiden versuchten, dem Nürtinger Paroli zu bieten, quasi um sie regelrecht beim Fahren zu studieren. Robin Liddell stellte seinen Porsche 911 auf den zweiten Startplatz vor Max Papis im Cadillac. Den vierten Startplatz ergatterte Lawson Aschenbach mit einem 911 Cup des King Auto/Farnbacher Loles-Teams.

Den besten Start über 32 Runden auf dem 1,647 Meilen langen Kurs entlang der Hochhäuser der Metropole von Denver erwischte Wolf Henzler, gefolgt von Robin Liddell und Max Papis. "Die buckelige Strecke kam dem Porsche sehr entgegen. Es gab fast nur Kurven, die im zweiten Gang gefahren wurden und nur kurze Geraden, auf denen die Chevrolet Corvettes und Cadillacs ihre Leistung nicht so richtig ausnützen konnten", charakterisierte Henzler den Kurs.

Noch vor der ersten Kurve konnte Aschenbach an Max Papis vorbeifahren und als Dritter die erste Runde beenden. Diese drei Piloten zogen an der Spitze des Felds ihre Runden ohne Komplikationen. Henzler konnte seinen Vorsprung auf 1,860 Sekunden ausbauen, als in der 19. Runde ein Fahrer in die Reifenstapel einschlug und damit das Safety Car für sechs Umläufe auf den Plan rief.

"In dieser Phase konnte Liddell seinen Abstand auf mich geringfügig verkürzen", berichtete Henzler. Dennoch konnte der Diplomkaufmann das Rennen souverän nach Hause fahren und seinen zweiten Sieg in dieser Saison mit einer Champagnerdusche standesgemäß feiern. Mit Robin Liddell als Zweitem und Lawson Aschenbach, der Dritter wurde, war der Dreifachsieg für das Hause Porsche in Denver nahezu perfekt.

Am nächsten Wochenende fährt Wolf Henzler im Rahmen der American Le Mans Serie einen weiteren Lauf im BAM-Porsche 911 GT3 RSR beim Generac 500 Race' in Road America in Elkhart Lake/Wisconsin.

In der Speedworld GT Challenge fährt Henzler am 4. September beim Labour Day Weekend' Grand Prix of Mosport in Kanada sein zehntes Saisonrennen und hofft, dort in der Gesamtwertung weiter nach vorne zu kommen.

Motorsport in den USA

Speed GT Championship in Denver

1. Wolf Henzler (Nürtingen) Porsche 911 Cup, 2. Robin Liddell (Edinburgh/Schottland) Porsche 911 Cup, 3. Lawson Aschenbach (Gathersburg/ Maryland) Porsche 911 Cup, 4. Andy Pilgrim (Rey Beach/Florida) Cadillac CTS- V, 5. Leighton Reese (Minnetonka/Maine) Corvette C6, 6. Tommy Archer (Duluth/Maine) Dodge Viper.

Tabellenstand nach neun Läufen

1. Andy Pilgrim (Cadillac CTS-V) 202 Punkte2. Tommy Archer (Dodge Viper) 197 Punkte3. Robin Liddell (Porsche 911 Cup) 197 Punkte4. Wolf Henzler (Porsche 911 Cup) 189 Punkte5. Max Papis (Cadillac CTS-V) 145 Punkte6. Tony Gaples (Corvette C6) 137 Punkte.