Lokalsport

Start verschlafen

Es wird enger für den TSV Jesingen: Nach der knappen 2:3 (1:2)-Niederlage beim GSV Dürnau ist der TSV im nächsten Spiel unter Zugzwang, wenn man das Punktepolster nach hinten halten will.

DÜRNAU Die Partie im Dürnauer Kornbergstadion hatte kaum richtig begonnen, da war sie für die Müller-Truppe bereits so gut wie verloren. Zwei Gegentore in den ersten sechs Minuten machten die Chance für einen Jesinger Punkteklau schon früh zunichte. "So etwas darf einfach nicht passieren", meinte ein ratloser Kapitän Viktor Oster nach dem Spiel.

Anzeige

Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da versenkte Ruckenbrod nach einer kurz ausgeführten Ecke das Leder gegen die sorglose Jesinger Abwehr zum 1:0 im Tor. Der TSV hatte sich von dem ersten Schock noch kaum erholt, da setzte sich der flinke Kadrolli durch und ließ es zum zweiten Mal im Jesinger Gehäuse klingeln (6.). Wer nun dachte, das Scheibenschießen gehe weiter, wurde allerdings eines besseren belehrt. Plötzlich ging ein Ruck durch die Jesinger Mannschaft, und die nicht immer sattelfeste Defensive des Ligaprimus geriet sogar unter Druck. Hanedar erkämpfte sich den Ball und spielte ihn auf de Azevedo, der ohne große Mühe den Anschlusstreffer erzielen konnte (16.).

In der Folge litt das Spiel unter den widrigen Platzverhältnissen mit viel Kampf und Krampf im Mittelfeld. Nach einer weiten Flanke von Grillo hatte Kühnel die große Chance zum Ausgleich, doch er verfehlte freistehend das Gehäuse (36.). Kurz vor der Pause köpfte Marc Augustin nach einer Ecke knapp übers Tor. Auch im zweiten Abschnitt spielte Jesingen zunächst gut mit. GSV-Torhüter Schöffel hatte alle Mühe, einen abgefälschten Schuss von Grillo unschädlich zu machen. Danach klärte Önüt im letzten Moment gegen Blocher. Nach einer Stunde wäre der Ausgleich mehr als verdient gewesen. Dürnau war bis dato nur bei Standards, die meist von Ruckenbrod und Kadrolli ausgeführt wurden, gefährlich. Erst als beim TSV in den letzten zwanzig Minuten die Kräfte etwas schwanden und die Deckung mehr und mehr gelockert wurde, kam Dürnau wieder zu Chancen. Dabei konnte sich Torhüter Haußmann gegen Lindtner, Rak und Majowski mehrmals auszeichnen.

Ein umstrittener Freistoß sorgte dann für die Entscheidung zu Gunsten des Tabellenführers. Ruckenbrod spielte kurz auf Ruk, dessen Querpass verwertete Kadrolli zum 3:1. Der Treffer zum 3:2 durch Mark Augustin kam für Jesingen dann zu spät, um das Blatt noch zu wenden.

uw

GSV Dürnau:

Schöffel Bilac (65. Pascual), Önüt, Scekic, Kiemele Rak, Lindtner, Ruckenbrod, Renten (70. Altuntas) Majowski, Kadrolli.TSV Jesingen:

Haußmann Marc Augustin, Dirk Augustin, Schleser Grillo, DeAzevedo (46. Halimi), Kühnel, Oster (74. Maier), Blocher Schweiger, Hanedar.Tore:

1:0 (1.) Ruckenbrod, 2:0 (6.) Kadrolli, 2:1 (16.) De Azevedo, 3:1 (81.) Kadrolli, (3:2) M. Augustin.Gelbe Karten:

Önüt, Kadrolli Grillo, Hanedar.Schiedsrichter:

Georg Fuchs (Neuler).Zuschauer:

100