Lokalsport

Stillhalten bis zum 19. November

Auch schwere Entscheidungen sind dazu da, getroffen zu werden. Bei der Festlegung der Gewinner des Ehrenamtspreises "Starke Helfer", den der Teckbote und die Stiftung der Kreissparkasse bereits im vierten Jahr vergibt, galt es gestern, ein Urteil zu fällen. Dass dies alles andere als leicht fiel, zeigt die rege Diskussion, die der Jury-Entscheidung vorausging. Bei den Gewinnern ist Geduld gefragt: Das Ergebnis wird erst bei der Preisverleihung am 19. November verkündet.

BERND KÖBLE

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KIRCHHEIM "Sportlich miteinander lautet das Motto des diesjährigen Ehrenamtspreises und wie so oft im Sport, bleibt es spannend bis zum Schluss. Genauer bis zum 19. November, wenn am Abend bei der feierlichen Preisverleihung im Henninger-Saal der Kirchheimer Kreissparkasse der oder die Sieger gekürt werden. Doch vor dem angenehmen Teil hatte die achtköpfige Jury gestern früh die Qual der Wahl, schließlich galt es zehn Projekte (siehe rechts), die den Einzug in die Endrunde geschafft hatten, gegeneinander abzuwägen und entsprechend Preisgelder zu vergeben. Geld, das Anerkennung, Motivationshilfe und Zukunftssicherung in einem sein soll insgesamt eine Summe von 5 000 Euro. Eines darf vorab verraten werden: Leer ging am Ende keiner aus.

Die Entscheidung fiel wahrlich nicht leicht. Dass dies so war, deuteten die Jury-Mitglieder als positives Signal. "Zehn Projekte, die uns Mut machen, den Wettbewerb weiter fortzuführen", meinte KSK-Chef Franz Scholz. Zudem ein Indiz dafür, dass es ums Gemeinwesen nicht gar so schlecht bestellt ist, wie der Volksmund behauptet. Das konnte der oberste Schirrmherr des Wettbewerbs, Landrat Heinz Eininger, dieser Tage auch an anderer Stelle notieren: Beim Ehrenamtstag in der Sparkassenakademie auf den Fildern, der dem Erfahrungsaustausch diente, spiegelte sich die ganze Vielfalt und Kreativität bürgerschaftlichen Engagements wider. Dass diese tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens im Kreis Esslingen auf solidem Grund fußt, äußert sich für Eininger auch in der Tatsache, dass Projekte aus dem Kreisgebiet bisher alljährlich auch auf Bundesebene preisverdächtig waren. Die Tür zum Bundesentscheid am 13. Dezember in Berlin steht den Finalisten auch in diesem Jahr offen.

Ob hoch dekoriert oder sparsamer dotiert: Vorbildfunktion haben sie alle. Die zahlreichen starken Helferinnen und Helfer, für die Dankbarkeit und persönliche Genugtuung einen angemesenen Gegenwert für geopferte Freizeit darstellen. Menschen, die nicht selten das Licht der Öffentlichkeit scheuen und ihren Einsatz im Verborgenen leisten. Deshalb haben wir die zehn Kandidaten in einer Artikelserie während der vergangenen Wochen einzeln im Teckboten vorgestellt. Ohne ihre Einsatzbereitschaft und Kreativität gäbe es viele Angebote, die Menschen Freude und Lebensqualität schenken, auch an anderer Stelle nicht. Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und Vorbildcharakter waren für die Jury deshalb entscheidende Kriterien auf dem Weg zu einem fairen Urteil. Alle Endrunden-Teilnehmer erhalten in den nächsten Wochen eine schriftliche Einladung zur Preisverleihung am 19. November um 19 Uhr. Die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis haben wie jedes Jahr die Möglichkeit, für eines der Projekte eine Patenschaft zu übernehmen.

DIE JURYMITGLIEDERLandrat Heinz Eininger, KSK-Vorstandsvorsitzender Franz Scholz, KSK-Regionalbereichsleiter Dietmar Ederle, Ralf Tögl und Gertrud Henle (Bereich Vorstandssekretariat der KSK), Landratsamts-Pressesprecher Peter Keck, Teckboten-Verleger Ulrich Gottlieb und Teckboten-Redakteur Bernd Köble.