Lokalsport

SV Nabern in Dettingen: 250er-Marke soll fallen

Vorgestern noch Bezirkspokal, morgen wieder Ligaalltag: In den Kreisligen gehen die englischen Wochen weiter. Während die Verantwortlichen der SF Dettingen für das A-Liga-Derby gegen den SV Nabern mit Rekordzuschauerzahl rechnen, hofft man beim TSV Holzmaden auf Besserung in Sachen Traingsbeteiligung.

PETER EIDEMÜLLER

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DETTINGEN Lange ist's her, seit sich die SF Dettingen und der SV Nabern letztmals in einem Ligaspiel gegenüberstanden. Knapp zweieinhalb Jahre sind ins Land gezogen, seit die Dettinger am 16. Mai 2004 am Oberen Wasen in Nabern 3:1 beim damals bereits als Absteiger feststehenden SVN gewannen. Am Ende der Saison heiß es Abschied nehmen von den "Grünhemden": Der SV Nabern stieg mit 19 (!) Punkten Abstand zum rettenden Ufer sang- und klanglos in die Kreisliga B ab. Ähnliche Szenarien wollen die Naberner im ersten Jahr des Wiederaufstiegs tunlichst vermeiden. Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen ist ein entsprechender Schritt in diese Richtung getan. "Das sind sechs Punkte für den Klassenerhalt", bremst Abteilungsleiter Rainer Kneile allzu kühne Zeitgenossen, die den SVN ob des fulminanten Ligaeinstands bereits bei der Vergabe des Meisterwimpels mitmischen sehen.

Mit laut Kneile geschätzten 50 bis 60 Schlachtenbummlern wird der Aufsteiger morgen nach Dettingen aufbrechen SFD-Sprecher Wolfgang Mutzbauer vernimmt's mit Freuden: "Wir hoffen, den Zuschauerrekord vom vorletzten Donnerstag zu brechen." Da gastierte der TSV Weilheim vor 250 Zuguckern in der Schlossberggemeinde. Etwaige Derby-Animositäten erwarten weder Mutzbauer ("Das wird ein Spiel mit gesunder Nachbarschaftsrivalität") noch Kneile ("Ich freue mich auf ein gutes Spiel"), doch eines steht fest: Dem Sieger winkt bei entsprechendem hohem Sieg und der daraus resultierenden Tordifferenz die Tabellenführung, da Ligaprimus SGEH morgen spielfrei ist.

Voraussetzung dafür: Der zweitplatzierte TSV Oberboihingen verliert sein Heimspiel gegen den TSV Holzmaden. Noch vor einer Woche hätte dies wohl auch niemand für möglich gehalten. Das leidige Thema Traingsbeteiligung bescherte den "Sauriern" einen blitzsauberen Fehlstart mit zwei Niederlagen und dem katastrophalen Torverhältnis von 3:11. Am vergangenen Sonntag dann das Comeback beim 4:3-Sieg gegen die SF Dettingen nach einer Mannschafts-Aussprache. "Das hat gewirkt", weiß Sprecher Peter Waimer, "das Spiel haben wir mit dem dadurch geweckten Kampfgeist gewonnen." Dennoch sehen sich die TSVH-Verantwortlichen auf einem schweren Weg. "Uns fehlt einfach die Kondition", so Waimer, "was das angeht, sind wir den anderen Teams zwei Monate hinterher." Grund: Eine aufgrund des kleinen Kaders allwöchentlich gegebene Sicherheit für die Spieler, auch ohne große Trainingsanstrengungen sonntags in der Startelf zu stehen. "Wir hoffen, dass sich das ab nächster Woche ändert", sagt Waimer.

Eine Etage tiefer in der Kreisliga B6 stehen die Top-Teams morgen vor relativ einfachen Aufgaben. Spitzenreiter TG Kirchheim ist gegen den TV Neidlingen II ebenso favorisiert wie der Überraschungszweite TSV Notzingen II bei Schlusslicht TSV Schlierbach. Die Notzinger stellen darüberhinaus das einzige Team, das noch kein Gegentor kassiert hat. Den klassischen Fehlstart bereits hingelegt hat der VfL Kirchheim II, der sich gegen den TV Unterlenningen nur blamieren kenn, denn: Nach der 1:12-Klatsche im Bezirkspokal gegen den TSV Weilheim rechnet keiner damit, dass sich der TVU ausgerechnet gegen die Verbandsligareserve aus Kirchheim rehabilitiert. "Ich musste meine Spieler trösten", sagte TVU-Trainer Rudi Cserny nach der Demütigung, "die waren alle down."