Lokalsport

SV Nabern: Wie gut tut die Rekordpause?

Mit dem TSV Oberlenningen (15.), dem SV Nabern (16.) und Schlusslicht TSV Holzmaden stecken gleich drei Teckvereine in der Fußball-Kreisliga A dick im Abstiegskampf.

KLAUS-DIETER LEIB

Anzeige

KIRCHHEIM Trotz eines komfortablen 13-Punkte-Vorsprungs warnt SGEH-Spielertrainer Antonio Portale seine Mannschaft davor, die Zügel schleifen zu lassen: "Wir müssen weiter konzentriert zu Werke gehen. Erst wenn der Bezirksliga-Aufstieg rechnerisch perfekt ist, können wir feiern." Mit dem Tabellendreizehnten TSV Wolfschlugen erwartet den Spitzenreiter ein unbequemer Gegner, der auch noch gegen den Kreisliga-B-Niedergang kämpft. Portale erwartet eine "sehr motiviert auftretende Wolfschlugener Mannschaft." Klar: Die kann im Goliath-David-Duell nur gewinnen.

Personell arg gebeutelt kam der Tabellenzweite TSV Weilheim aus der Winterpause. Mit Daniel Emmert (Knieoperation), Stefan Scherer (schwere Gesichtsverletzung bei einem Hallenturnier), Amel Licina (Kapselriss) und Oliver Lehmann (Muskelfaserriss) stehen Trainer Axel Maier derzeit gleich vier Stammkräfte nicht zur Verfügung. Im Auswärtsspiel beim Tabellensiebten TSV Oberboihingen wird es deshalb nicht einfach, die imponierende Erfolgsserie von neun Siegen in Folge bei einem Torverhältnis von 35:2 Toren fortzusetzen. Den letzten Punktverlust gab es für die Limburgstädter am 15. Oktober vergangenen Jahres beim 1:1 gegen den TB Neckarhausen.

Noch keinen Treffer erzielte der TV Neidlingen in diesem Jahr (0:3 im Bezirkspokal beim FTSV Kuchen, 0:2 beim TSV Grafenberg). Aufgrund dessen ist Trainer Volker Krissler froh, bald wieder auf Torjäger Jochen Hepperle zurückgreifen zu können. Nach einem Bandscheibenvorfall ist Hepperle zwar wieder im Mannschaftstraining, doch ein Einsatz am Sonntag gegen den AC Catania Kirchheim käme für ihn zu früh. "Wir müssen punkten", gibt Krissler als Marschroute vor. Eine Verwicklung in den Abstiegskampf will keiner unterm Reußenstein.

Vier Punkte weniger als der TVN (25) hat Gegner AC Catania auf dem Konto. "Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein", weiß Trainer Canan Karahan. Die Auftaktpleite gegen die SGEH (1:5) sei aus psychologischen Gründen gar nicht so schlecht gewesen. "Ich hoffe, dass sich einige Spieler der schwierigen Aufgabe jetzt bewusst sind."

Das Dettinger Trainergespann Detlef Pflüger/Heiko Blumauer möchte, dass seine Schützlinge den TSV Holzmaden bisher das Kanonenfutter der Liga nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Auf dem Papier sind wir klarer Favorit, aber es wird ein schweres Stück Arbeit für uns", meint Pflüger. Bei mittlerweile 15 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und 14 Restspielen sind die Chancen für den TSV Holzmaden, dem Abstieg vielleicht doch noch zu entrinnen, äußerst gering.

Für Interimscoach Heinz Eber vom TSV Oberlenningen war vor der Saison klar, dass seine Mannschaft gegen den Abstieg spielen wird: "Wir hatten einen großen Umbruch und in der Winterpause mit Thomas Schuwje einen weiteren wichtigen Spieler verloren." Mit einem Heimsieg über den Tabellenelften TSV Altdorf könnte der TSVO dem angestrebten Ziel Klassenverbleib einen Schritt näher kommen.

Nach dem Abgang von Torjäger Mladenko Cadjenovic zum Ligakonkurrenten TV Neidlingen ist es für den SV Nabern nicht einfacher geworden. Abteilungsleiter Rainer Kneile hofft dass jetzt vielleicht ein Ruck durch die Mannschaft geht. Vor dem Kellerduell in Neckartenzlingen am Sonntag gibt es diese Preisfrage: Wie gut sind die SVN-Kicker nach der fast dreimonatigen Winterpause überhaupt in Form?

Nabern, am jüngsten Kreisliga-A-Auftaktwochenende noch spielfrei, bestritt das letzte Punktspiel am 10. Dezember (4:0 gegen den TSV Holzmaden). Kein anderer Kreisliga-A-Club aus der Staffel 2 pausierte länger.

Mit Heimsiegen wollen der Tabellenfünfte VfB Neuffen (gegen den TSV Grafenberg) und der frisch gebackene Bezirkspokal-Viertelfinalist 1. FC Frickenhausen II als Sechster (gegen den FC Unterensingen) dem Tabellenzweiten TSV Weilheim auf den Fersen bleiben.