Lokalsport

SVN: Gute Zeiten schlechte Zeiten?

KIRCHHEIM In der Bezirksliga gibt es in der neuen Saison keinerlei vermeintliche Punktelieferanten mehr, wie dies zuletzt mit Jesingen und Reichenbach der Fall gewesen war: Die Liga präsentiert sich ausgeglichener. So wird es für den SV Nabern schwer, die Klasse erneut zu halten. Gute Zeiten gab's im Vorjahr folgen nun die schlechten Zeiten?

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Naberns Konkurrenz hat zum Teil kräftig aufgerüstet, beim SVN hat Frank "Frankie" Dreeßen den Verein verlassen. Ihn zog es beruflich weg. Der 36-jährige spielt künftig für den VfL Neckargartach. Die heimische Gießnauhalle gilt zwar immer noch als Festung, zudem haben Roger Goll und Kameraden leidenschaftliche Fans hinter sich. Doch ob dies allein ausreichen wird, den Abstieg zu verhindern, ist fraglich. Landesliga-Absteiger TTG Süßen wird ganz vorne erwartet. Ansonsten ist das Feld ziemlich ausgeglichen. Am Tabellenende wird neben Nabern noch die TG Donzdorf III erwartet. Die TTF Neckarhausen sind drei Jahre hintereinander aufgestiegen. Und dies immer mit denselben Spielern. Auch in der neuen Bezirksliga-Spielzeit bleibt das Erfolgs-Sextett vom Beutwang zusammen.



Drei Jahre konnte sich der TSV Jesingen in der Bezirksliga "halten", ehe es doch sportlich nach unten ging. Nach dem Abstieg wird es selbst eine Klasse tiefer aber nicht leicht für das Team von den Lehenäckern, die Bezirksklasse zu sichern. Handicap: Der 23-jährige Abdullah Bingöl, ein Jesinger Eigengewächs, hat aufgehört mit dem Tischtennis-Sport. Nur mit intensivem Training ist es für Oliver Jungbauer und Kameraden wohl möglich, nicht noch weiter abzustürzen. Ganz vorne in der Bezirksklasse werden der TSV Musberg II, der TSV Plattenhardt und der TV Kemnat erwartet.



Es war schon eine ziemliche Überraschung, dass der TSV Weilheim den Aufstieg in die Kreisliga geschafft hat. Mit Adrian Huttmann (25) und Hans Braun (47) hatten die "Limburger" zuletzt das stärkste vordere Paarkreuz. Bis auf die "Übermannschaft" des TV Nellingen II ist die Spielklasse ziemlich ausgeglichen. Wenn das Wühle-Team von Personalsorgen weiter verschont bleibt, kann der Klassenerhalt durchaus geschaft werden. Endlich kommt es wieder zu einem Derby gegen den TV Bissingen. Die "Truppe vom See" spielt mit unveränderter Mannschaft.



In die Gruppe zwei der Kreisliga eingestuft wurde der TTV Dettingen. Der TTV peilt nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse einen Platz im Mittelfeld an. Das Klein-Team baute zuletzt auf die Jugend. Doch Oliver Wanner (23) und Michael Hack (23) stehen zumindest in der nächsten Saison, bedingt durch Studium und Auslandsaufenthalt, nicht zur Verfügung. In Dettingen müssen nun wieder die Oldies "Manne" Ostermeier (64) und Eberhard Palm (50) 'ran.



In der Kreisklasse A (Gruppe drei) peilt der SV Nabern II wieder einmal den Aufstieg an. Der einzig echte Konkurrent wird vermutlich der TTC Aichtal sein. Absteiger TSV Ohmden wird ohne Martin Mermi (wechselte zum SV Reudern) wohl nicht ganz vorne mitspielen können. Probleme im Abstiegskampf könnten der TTC Notzingen II und VfL Kirchheim IV bekommen. In der Gruppe vier sind aus der Kirchheimer "Ecke" der SV Nabern III und der TTC Notzingen vertreten. Für das Gießnau-Team wäre der Klassenerhalt ein Erfolg. Mit in der Mannschaft steht auch Elke Goll-Kärcher. Die 37-Jährige spielte in den neunziger Jahren schon für den TTC Altbach und später für den TV Reichenbach in der Verbandsklasse. Auch der TTC Notzingen beginnt wohl vom ersten Spieltag an mit dem Abstiegskampf.