Lokalsport

Tabellenführer viel zu stark

Eine Halbzeit lang boten die Handballerinnen der SG Lenningen dem Primus der Württembergliga Paroli. Am Ende war das konditionelle Plus des HSC Schmiden/Oeffingen entscheidend für die 14:24 (5:10)-Niederlage der SG.

LENNINGEN SGL-Trainer Hubert Kullen war nach dem Schlusspfiff dennoch nicht unzufrieden: "Wir haben das gespielt, was wir erwarten konnten. Der kämpferische Einsatz hat gestimmt." Lenningen spielte in der Abwehr sehr konstant und ließ nur wenige Chancen des HSC zu. Die befürchtete Gegenstoß-Walze der Gastgeberinnen kam nicht zum Tragen, weil Lenningen konzentrierte Angriffe vortrug. Zwar legte Schmiden/Oeffingen immer vor, aber die Kullen-Sieben verlor nicht den Rhythmus. Vor allem die jungen Spielerinnen Larissa Blocher und Sandra Kuch ließen Torgefährlichkeit aufblitzen. Die Tore-Diät seines Teams ließ HSC-Trainer Uwe Scholz bereits in der elften Minute zum grünen Karton greifen vergeblich. Bis zur 23. Minute konnte Lenningen mithalten.

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Erste Schwächen zeigten sich dann beim SG-Angriffsverhalten in dem unsaubere Übergänge und mehrmaliges Nachgreifen nach der Lederkugel zu Störungen führten, die der Tabellenführer mit schnellen Gegenstoß-Toren bestrafte. Nach einem 5:6-Rückstand (23.) bestraften Manuela Menicozzo, Ulrike Hauser und Simone Illg die SG-Schwächen und sorgten für einen 5:10-Halbzeitstand. Zuvor waren Sandra Kuch und Gabi Baermann mit zwei guten Möglichkeiten an HSC-Torhüterin Silvia Tangari gescheitert. In der zweiten Hälfte zeigte sich der Tabellenführer deutlich verbessert. Lenningen verfiel immer mehr dem Fehler, den schnellen Abschluss suchen zu wollen. Über die Außenpositionen riss der HSC die SG-Abwehr auf. Allein Nicole Hahn, die nun zwischen den Pfosten stand, verhinderte Schlimmeres.

Über ein 6:11 (32.) zog Schmiden/Oeffingen auf einen Sechs-Tore-Vorsprung (8:17/46.) davon. Dazwischen lagen SG-"Nadelstiche" durch Nicole Schmid, Gabi Baermann und Karin Sliwka. Sonderapplaus gab's für Sandra Kuch, die ein Anspiel abfing und zum 9:17 (49. ) einwarf. Der Unterschied war jedoch zu deutlich. Vor allem Angela Novak und Simone Illg erwiesen sich als treffsicher. Der HSC kam auf Touren, kontrollierte nun das Spiel und auch den Gegner. Die wenigen, erfolgreichen SG-Aktionen waren dennoch sehenswert. So zum Beispiel Larissa Blocher, die in der 56. Minute gleich zwei Gegnerinnen foppte und zum 12:22 verkürzte. Kämpferisch stark bis zum Schluss blieb auch Gabi Baermann, der noch zwei Tore zum 14:24-Endstand gelangen.

döl

SG: Vöhringer, Hahn; Baermann (3/1), Schmid (2/1), Blocher (2), Sliwka (2), Kuch (2), Dick (1/1), Riek (1), Vogelmann (1), S. Kazmaier.Zuschauer: 80Schiedsrichter: Hennefath und Lenz aus Mössingen leiteten sicher.