Lokalsport

Tag der Rückholerbeim WM-Auftakt

Bei den Segelflug-Weltmeisterschaften der Frauen rangiert Cornelia Schaich (Nürtingen) in der Standardklasse nach dem ersten Wertungstag trotz einer Außenlandung auf Platz 15. In der Clubklasse rangiert Wolf-Hirth-Pilotin Kathrin Wötzel auf Platz fünf.

GABRIELE BIMEK

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KLIX Fehlende Thermik am Platz verzögerte bei der Segelflug-WM der Frauen die vorgesehene Startzeit um zwei Stunden. Gegen 15 Uhr waren die 50 besten Pilotinnen aus 18 Nationen dann auf der Strecke: Die ersten Wertungsflüge begannen.

"Es war kein grandioser Tag für die deutsche Segelflug-Nationalmannschaft", fasste Teamkapitän Walter Eisele am Abend zusammen. Die vier Clubklasse-Pilotinnen, unter ihnen Hahnweid-Pilotin Kathrin Wötzel und Standardklasse-Fliegerin Cornelia Schaich, erreichten den Startflugplatz Klix nur mittels Rückholer. Die kamen am ersten Wertungstag verstärkt zum Einsatz: Insgesamt musste über die Hälfte aller Teilnehmerinnen sich auf der Strecke einen Platz zum Landen suchen.

"Der erste Abschnitt war bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit sehr schwierig zu fliegen", sagte Eisele. Einige seien die Sache zu forsch angegangen. "Auf Grund starker Winde war die Thermik nur schwer ausfliegbar. Wer zu tief flog und auf bessere Thermik hoffte, musste außenlanden." Hinzu kam, dass die Pilotinnen der Clubklasse als letzte gestartet waren und ihnen diese Situation zunehmend zum Verhängnis wurde.

Auf Grund der Wettersituation hatte die Wettbewerbsleitung eine Änderung vorgenommen. Statt der vorgesehenen Geschwindigkeitsaufgabe lautete der Flugauftrag "keine Punktwende, sondern Wendemöglichkeit im Sektor mit 15 Kilometer Radius", wie Eisele erklärte. Danach sparten sich die Teilnehmerinnen jegliche Hektik aus. Am ersten WM-Wertungstag gehe es schließlich um eine solide Leistung, sagte Eisele. Erst im weiteren Wettbewerbsverlauf komme bei den Wertungsflügen Taktik ins Spiel.