Lokalsport

Teckbotenpokal-Fluch in Notzingen?

Nach gut einem Drittel der Vorrunde ist der Blick auf die Tabelle der Bezirksliga noch gewöhnungsbedürftig aus lokaler Sicht: Auf Platz zwei steht nicht etwa der hoch gewettete TSV Notzingen, sondern überraschenderweise der TSV Jesingen.

HANS HALLER

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KIRCHHEIM Eine harte Nuss hat der TSV Jesingen beim Tabellendritten Neckartailfingen zu knacken. "Eine echte Standortbestimmung für uns. Wir müssen Gas geben, um mindestens einen Punkt zu holen", gibt TSVJ-Coach Klaus Müller als Vorgabe aus. Beim 3:1-Sieg gegen Zell habe seine Truppe nur eine Stunde lang überzeugt, das Chancenverhältnis dabei war allerdings 8:1. Doch um das Spielziel am Neckar zu erreichen, müssten seine Jungs voll durchspielen. Von denen fehlt Urlauber Dirk Augustin auch am Sonntag, doch Müller sieht trotz einigen Angeschlagenen seinen Kader groß genug, um eine starke Mannschaft zu stellen.

Bis auf den verletzten Patrick Brucker hofft auch Notzingens Trainer Stefan Haußmann, im Nachbarschaftsduell bei den SF Wernau, alle Mann wieder zur Verfügung zu haben. Auch Gaetano Caruana ist wieder fit und ebenso Ali Cenk wieder im Training. Nach den Siegen in den Heimspielen gegen Grötzingen und Wolfschlugen will das Eichert-Team mit einem weiteren "Dreier" ins Mittelfeld vorstoßen. "Nach einem Findungsprozess harmoniert meine Truppe jetzt", sieht der Coach einen Aufwärtstrend. Den Sieg beim diesjährigen Teckbotenpokal-Turnier sieht er übrigens als Fluch an. Selbigen befiel auch den TSV Jesingen in den ersten Spielen der vergangenen Saison der Triumph beim Traditionsturnier als hemmendes Element beim Saisonstart? "Bei unserem jungen Team war es nur eine Frage der Zeit, bis es sich findet", bleibt Haußmann ruhig und hofft, gegen den Nachbarn aus Wernau dreifach zu punkten.

Einen Aufwärtstrend bei seiner Truppe stellte der Coach des TSG Zell, Axel Maier, trotz der 1:3-Niederlage in Jesingen fest. "Dabei waren wir nahe an einem Punktgewinn, als beim Stand von 2:1 ein Abwehrspieler auf der Linie rettete", blickt er zurück. Dies gibt Hoffnung, auch beim SV Göppingen zu punkten, "wo wir bei der 2:3-Niederlage im Bezirkspokal gut ausgesehen haben", so Maier optimistisch. Am Sonntag muss er auf Simon Dietl (Bänderdehnung) verzichten und um Alexander Häring wegen eines Pferdekusses bangen. Ansonsten steht der komplette Kader zur Verfügung.

SGEH plagen Personalnöte

Davon können die Verantwortlichen der SGEH derzeit nur träumen. Mit Michael Pflüger, Christian Müller und Erkan Kömür stehen wichtige Leistungsträger auf der Verletztenliste, zudem fehlt noch Urlauber Pedro Pereira. Nach dem 0:1 beim Aufsteiger SV 1845 Esslingen (bereits der vierten Niederlage mit nur einem Tor Unterschied) sind die Älbler weiterhin Tabellenletzter und hoffen auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Am Sonntag kommt der Aufsteiger TSKV Geislingen ins Hardtwaldstadion. "Drei Punkte sind dabei Pflicht, wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen", ist Spielleiter Wils optimistisch. Bei der 0:1-Niederlage beim Aufsteiger SV 1845 Esslingen seien sie auf das bisher schwächste Team getroffen und zudem mit einem klaren Abseitstor besiegt worden. "Wenn du hinten stehst, hast du halt einfach auch Pech", so Wils.