Lokalsport

Teck-Teams auf der Suche nach Tugenden

Die Handball-Heroen der Teckregion beschwören vor ihren sonntäglichen Spielen Tugendhaftes. Während man beim TSV Owen für das Heimspiel gegen den TB Ruit auf Moral und Kampfgeist setzt, will Kellerkind SG Lenningen nach zuletzt desolaten Auftritten beim TV Altenstadt wieder Charakter zeigen.

OWEN/LENNINGEN Acht Spiele stehen in dieser Saison für den TSV Owen noch auf dem Programm. Eine der wichtigsten Partien dürfte dabei das morgige Heimspiel (17 Uhr, Teckhalle) gegen den TB Ruit werden. Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass sich ein kleines Polster der Spitzengruppe auf den sechsten Rang andeutet. Fünf Punkte trennen die Verfolger Oberkochen-Königsbronn und Ruit (beide 19:17) vom letzten Aufstiegsplatz (Lustenau, 22:12). Für die Ruiter bietet sich in Owen also die Chance, den Rückstand zu verringern.

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Im Hinspiel herrschte jedoch alles andere als Spannung. Der TSV Owen bot eine vor allem in der Abwehr überzeugende Leistung und ließ dem Filderteam beim 32:21 nicht den Hauch einer Chance. Doch die Mannschaft von Trainer Peter Schmauk konnte sich in der Zwischenzeit stabilisieren und so den Anschluss an die Führungsgruppe halten. Derweil konzentriert man sich in Owen mehr auf das eigene Spiel. Aus einer stabilen Abwehr heraus wollen die Teckstädter konsequent nach vorne spielen.

Immer noch keine Entspannung gibt es im Owener Lazarett. Manuel Dunkel, Felix Krüger und Heiko Hoyler konnten verletzungsbedingt nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Trotzdem geht Spielertrainer Christoph Winkler optimistisch in die Partie. "Wenn sich jeder zu 100 Prozent einbringt, werden wir Ruit schlagen." Genau dieser Einsatz war auch der Garant für die letzten Punktgewinne des TSVO. Und auch wenn es personell derzeit nicht unbedingt rund läuft, auf Moral und Kampfgeist war unter der Teck immer Verlass. Dies wird denn auch morgen in der Teckhalle gefordert sein, will der TSV Owen auch weiterhin ein Wörtchen in Sachen Titel mitreden.

Ligakonkurrent SG Lenningen (13./11:25) muss im dritten Auswärtsspiel in Folge beim TV Altenstadt (9./15:21) antreten. Nach der indiskutablen Leistung gegen Biberach ist von der Mannschaft nun Charakter gefragt. Diese Tugend war im Vorrundenspiel vorhanden, als der SGL nach einer Niederlagenserie in letzter Sekunde durch Jan Lamparter der 27:27-Ausgleich gelang.

Neben der Lenninger Angriffsschwäche wurde in letzter Zeit die Abwehr immer mehr zum Sorgenkind. Gegen die robusten Altenstädter muss sich die Kiedaisch-Sieben mächtig ins Zeug legen, um ein erneutes Debakel zu vermeiden. Die Geislinger Vorstädter können sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Württemberg-Liga machen. Zuletzt forderten sie dem Tabellendritten TSV Heiningen alles ab und mussten sich erst nach dessen Schlussoffensive mit 28:33 geschlagen geben. Wie auch im Vorrundenspiel in Lenningen gehörten Manuel Feitz, Markus Schade, Michael Bosch und Felix Jetter zu den Altenstädter Aktivposten.

Für das morgige Spiel in der Geislinger Michelberghalle (17 Uhr) muss die SG auf Volker Schwohl wegen eines anderweitigen Termins verzichten. Ob Ricki Austen (Rückenverletzung) am Start sein wird, entscheidet sich kurzfristig.

br/döl

Die Spieleraufgebote

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel Baisch, Dunkel, H. Hoyler, C. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Krüger, Meißner, Schmidt, Sigel, Wahl, Winkler.SG Lenningen:

S. Lamparter, Born Austen, Braunwarth, Brugger, Kazmaier, Kirschmann,J. Lamparter, Leitner, Renz, Segeritz, Wiesinger.