Lokalsport

Teckteams proben den Ernstfall

22 Mannschaften, zwei Tage Handball-Vollversorgung und zwei verschiedene Spielstätten. Die 20. Auflage des Teckbotenpokalturniers verspricht nicht nur auf dem Papier eine runde Sache zu werden. Rund wird es am Samstag und Sonntag auch auf den Spielfeldern gehen, immerhin trifft sich beim traditionellen Formcheck zwei Wochen vor Saisonbeginn die komplette lokale Ballwerfer-Elite zu einem ersten Kräftevergleich.

BERND KÖBLE

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KIRCHHEIM Die Uhr für Ausreden ist für die tonangebenden Handballteams in der Region am morgigen Samstag endgültig abgelaufen. Wer jetzt seiner Form noch hinterherhinkt, bekommt am Wochenende erstmals die Quittung präsentiert.

Für die zwölf Männer- und zehn Frauenteams, die in der Sporthalle Stadtmitte und der Walter-Jacob-Halle aufeinander treffen, ist das 20. Teckbotenpokalturnier die Generalprobe für den Ernstfall. Der beginnt für die meisten Mannschaften nach der ersten Runde im Bezirkspokal mit dem Saisonbeginn am 24. und 25. September. Bei den Männern wird am Sonntag vor allem der Auftritt der Teckvereine mit Spannung erwartet. Mit dem Landesliga-Duo aus Owen und Weilheim, dem Neu-Verbandsligisten SG Lenningen und dem Gastgeber VfL Kirchheim sind beim Teckbotenpokalturnier nicht nur sämtliche Lokalrivalen vertreten, bei allen vier Mannschaften schwingen zudem neue Trainer das Zepter. Man darf also gespannt sein, wem es dabei am besten gelingen wird, schon früh ein eingespieltes Team auf den Platz zu schicken.

Die Hausherren als Vertreter der Bezirksklasse gelten im Kreise der Favoriten zwar nominell als Underdog. Was ein Heimvorteil wert sein kann, haben die VfL-Handballer jedoch im Vorjahr bewiesen, als die Mannschaft bis ins Finale vordrang. Mit dem SV Möhringen ist der damalige Gegner als Titelverteidiger wieder mit im Rennen. Der von der Papierform her am stärksten einzuschätzende Württembergligist gilt sicherlich auch in diesem Jahr als heißester Anwärter auf den Turniersieg. Ernst zu nehmende Konkurrenz stellen die drei Bezirksligisten aus Reichenbach, Neuhausen/Erms und Wernau dar. Der Absteiger vom Neckar und letztjährige Widersacher der drei Teckvereine in der Landesliga ist kein Gegner, den man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Das gleiche gilt für das Owener All-Star-Team, das sich hinter der zweiten Garnitur der Gelbhemden verbirgt. Hier wird entscheidend sein, in welcher Besetzung die Mannschaft aufläuft.

Am Samstag ermitteln die Frauen ihren Turniersieger. Hier wird die HSG Deizisau/Denkendorf als Aufsteiger in die Württembergliga das Maß aller Dinge sein. Dort verschaffte sich die SG Lenningen zuletzt einen unrühmlichen Abgang. Aus lokaler Sicht darf man gespannt sein, wie sich das radikal verjüngte Team unter Neu-Trainer Markus Nothwang präsentieren wird (siehe auch Seite 26). Ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden wollen auch die Landesliga-Handballerinnen der HSG Ebersbach/Bünzwangen. Dazu gesellt sich mit Neuffen, Plochingen, Wernau, Möhringen und der Reserve der HSG Deizisau/Denkendorf ein breites Feld mit gleich fünf Bezirksligisten. Mit Außenseiterchancen gehen zwei weitere Lokalteams ins Rennen: Die VfL-Frauen und die Mannschaft des TSV Weilheim brennen darauf, den Favoritinnen ein Bein zu stellen.