Lokalsport

Testfahrten stimmen zuversichtlich

Der Nürtinger Automobilrennfahrer Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck geht in die neue Saison wieder in den USA an den Start und verlagert seine Aktivitäten komplett in die amerikanische Grand American Rolex Series, die er auf einem Porsche 911 GT3-Cup bestreitet. Das erste Rennen findet am kommenden Samstag in Daytona statt.

EBERHARD STRÄHLE

Anzeige

NÜRTINGEN Die "Grand Am Rolex Series" umfasst insgesamt 13 Rennen, bei denen drei verschiedene Distanzen gefahren werden: Je einmal 24, neun und sechs Stunden sowie zehn Rennen über 250 Meilen beziehungsweise maximal 2,45 Stunden Renndistanz. Zwei Klassen von Fahrzeugen sind am Start. Einmal die etwas schnelleren DP's, die Daytona Prototypen und die GT's, besser bekannt als Gran Tourismos. Wolf Henzler pilotiert in der Serie einen GT, der auf der Basis des Porsche 911 GT3-Cup aufgebaut ist. Bei der "Grand Am Rolex Series" gestattet das Regelwerk sogar Verbesserungen am Fahrwerk und an der Aerodynamik Henzlers neuer GT3-Cup ist also etwas schneller als sein Pendant im Carrera-Cup in Deutschland.

Der Motorsportler des MCKT hat in dieser Saison einen Vertrag beim Tafel Racing Team aus Atlanta unterschrieben und meint: "Das Tafel Team, das bei allen Rennen drei Wagen des Typs 911 GT3-Cup einsetzt, beschäftigt rund dreißig Leute im Rennsport, ist ein echtes Profiteam und agiert seit knapp zwei Jahren sehr erfolgreich." Der Teammanager Tony Dowe kommt vom Jordan Formel-1-Team und bringt seine ganze Erfahrung ein. Bei Testfahrten in Daytona Anfang Januar legte Wolf Henzler mit dem Tafel-Porsche die schnellste GT-Zeit (1.52,704 Minuten) auf den Asphalt. Die Konkurrenz horchte auf. "Unsere Hauptgegner sind vor allem die Pontiac GTO, die als Werksteam gemeldet sind. Auch die Mazdas und die BMW-M3 sind nicht zu unterschätzen", sagt Henzler.

Beim ersten Lauf zur "Grand Am Rolex Serie", den 24 Stunden von Daytona, geht Henzler im Tafel-Porsche 911 GT3-Cup mit der Nummer 72 an den Start. Unterstützt wird der Rennprofi aus Nürtingen von seinem Stammcopiloten Robin Liddell aus Schottland, J. van Overbeek und dem jungen Graham Rahal. Des Weiteren setzt Jim Tafel noch die Startnummer 74 ein. Diesen Wagen steuern, neben dem Chef Jim Tafel persönlich, Mike Cawley, Andrew Davis und Charles Espenlaub dessen Vorfahren aus Kirchheim und Neuffen stammen sowie Eric Lux. Das dritte Auto wird nach einem Crash bei den Testfahrten mit Chad McQueen, dem Sohn der amerikanischen Schauspielerlegende Steve McQueen ("Bullitt", "Papillon"), nicht mehr rechtzeitig zum 24-Stunden-Rennen fertig werden. 35 DP's und rund 40 GT's nehmen am kommenden Samstag um 12 Uhr das Rennen in Daytona auf Wolf Henzler wird sein Bestes geben.

Wolf Henzlers Rennkalender

26. 29. Januar: Rolex 24 at Daytona (24 Stunden)2. 4. März: Mexico City (250 Meilen)23. 25. März: Homestead Miami (250 Meilen)21. 23. April: Virginia Raceway (250 Meilen)5. 7. Mai: Laguna Seca Raceway (250 Meilen)12. 14. Mai: Phoenix Int. Raceway (250 Meilen)26. 29. Mai: Lime Rock Park (250 Meilen)2. 3. Juni: Watkin's Glen Six Hours (6 Stunden)23. 25. Juni: Mid Ohio (250 Meilen)28. 29. Juni: Daytona Beach (250 Meilen)28. 30. Juli: Birmingham Alabama (250 Meilen)24. 26. August: Infineon Raceway (250 Meilen)1. 2. September: Miller Park Utah (9 Stunden)