Lokalsport

TG Kirchheim: Dritten Streich fest eingeplant

Zwei Spiele, zwei Siege, Tabellenführung die Kicker der TG Kirchheim wandeln zu Saisonbeginn auf den Spuren von Max und Moritz.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM "Der Sieg am Donnerstag gegen Unterlenningen war der zweite Streich", so TG-Coach Costa Giacobbe, "gegen Unterboihingen am Sonntag soll der dritte sogleich folgen." Der vorgestrige 6:2-Erfolg gegen den TVU war zu keiner Zeit gefährdet, mit Jürgen Klas (40) kam sogar ein AH-Spieler für den verletzten Neuzugang Sasa Lukic (VfB Neuffen) zum Einsatz. Nach 45 Minunten stand es bereits 4:0 "das war in der zweiten Halbzeit eher ein lockeres Auslaufen", so Giacobbe. Zu locker? Immerhin gelangen dem TVU noch zwei Treffer, die dem TG-Coach dementsprechend sauer aufstoßen: "Die Gegentore waren geschenkt, das darf nicht passieren." Auf den morgigen Gegner TV Unterboihingen II freut sich der ehemalige VfL-Oberligakicker: "Ich find's gut, gegen Mannschaften zu spielen, die man noch nicht kennt." Doch Obacht: Der B6-Neuling hat Kämpferqualitäten, verlor vorgestern gegen den SV Reudern II erst in der letzten Spielminute, nachdem man fünf Zeigerumdrehungen vor Spielende noch hatte ausgleichen können.

Eine interessante Partie verspricht der Kick zwischen dem TSV Notzingen II und dem VfL Kirchheim II zu werden. Die Gastgeber müssen zeigen, was der 5:0-Auftaktsieg gegen den SV Nabern II vom vergangenen Sonntag wert war. "Wir brauchen uns vor dem VfL nicht zu verstecken", ist TSVN-Sprecher Jürgen Sommer angriffslustig, betont jedoch, dass das Abschneiden seiner Elf auch von der Personalpolitik des Gegners abhängen wird. "Was das angeht, ist der VfL immer eine große Unbekannte." In der Tat wusste deren Spielertrainer Rainer Ziegelin gestern noch nicht, ob und wieviele Anleihen er aus dem Verbandsligakader bekommt eines weiß er nach der 2:3-Auftaktniederlage beim TSV Ötlingen jedoch sicher: "Wenn wir in Notzingen auch verlieren, können wir die Meisterschaft vorerst abhaken." Auch ohne Verstärkungen der Ersten ist die Personaldecke dünn gestrickt: Thomas Kornela, Erdal Keskin und Walter Rau sind im Urlaub, Sascha Werla verletzt. Beim TSVN wird es ebenfalls Veränderungen im Vergleich zum Nabern-Spiel geben. Mit Mario Ivisevic und Goran Popovic fehlen Spielertrainer Ömer Telci gleich zwei Spieler aus der Kreativabteilung, zudem droht das Team mit Frank Wenzel einen pfeilschnellen Flügelspieler an die Bezirksligatruppe zu verlieren. Dennoch glaubt Jürgen Sommer, dem VfL Paroli bieten zu können. "Wir haben derzeit eine starke Ersatzbank, ein Sieg ist durchaus möglich."

Ähnliches ist aus dem Munde von Markus Lenz zu hören. Der Sprecher des TSV Ohmden betont, dass die Mannschaft nach dem 6:3-Sieg zu Saisonbeginn gegen den TSV Schlierbach per "Dreier" gegen den TSV Jesingen II nachlegen will ein ungleich schwererer Job, als vergangenen Sonntag, wie Lenz findet: "Jesingen ist schon ein anderes Kaliber", zollt er der Bezirksligareserve Respekt. "Wenn die ihr Niveau halten können, spielen sie am Ende um Platz eins und zwei mit." Verzichten muss TSVO-Coach Uwe Schulz auf Routinier Manfred Heiland, der im Urlaub ist. Ob das Fehlen Heilands taktisch ins Gewicht fällt, ist offen, da Schulz ihn gegen Schlierbach im defensiven Mittelfeld beginnen ließ, ehe er zum Ende des Spiels in den Sturm rückte, wo er prompt das zwischenzeitliche 3:2 erzielte.