Lokalsport

Thema Aufstieg lässt Jesinger noch kalt

Die Winterpause ist vorbei oder doch nicht? In der Fußball-Bezirksliga stehen mehrere Begegnungen witterungsbedingt auf der Kippe. Sogar der Kunstrasen im Notzinger Eichert ist noch zum Teil vereist. Da könnte sogar der Rasen im Heimspiel des TSVN gegen den TKSV Geislingen tur ersten Wahl werden.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Abgesehen von der Platzwahl für die Partie gegen Geislingen, stellt sich die Frage nach dem Notzinger Leistungsvermögen im Hinblick auf die restliche Saison. Die Vorbereitungen beim Tabellenzweiten sind sehr gut gelaufen. "Wir haben einen großen Kader. Da können wir auch mal bedenkenlos wechseln. Wir müssten es eigentlich packen", sagt Spielleiter Dieter Krauß im Hinblick auf den Aufstieg. Im gleichen Atemzug relativiert er aber, dass "die Realität doch oft anders aussieht."

Wo spielt der TSV Jesingen in der kommenden Runde? Im Hauptverein des Tabellenführers mit seinen über 1 400 Mitgliedern haben sich die Funktionäre mit dem Thema Landesliga noch nicht beschäftigt. Sicher ist: In den Lehenäckern wird es auch in Zukunft zu keinen finanziellen Turbulenzen kommen. "Es gibt keine Veränderungen in der Vereinspolitik. Fakt ist, dass die Spieler in Jesingen auch in Zukunft kein Geld bekommen werden", sagt der erste Vorsitzende Holger Dworak, der einem möglichen Aufstieg gelassen entgegensieht: "Wir haben vor fünf Jahren auch den Sprung in die Bezirksliga locker gepackt. Warum also auch nicht in die Landesliga?" Am Sonntag gastiert das Team von Klaus Müller beim FV 09 Nürtingen. Die "Nullneuner" haben auf dem heimischen Wörth erst eines von acht Spielen gewinnen können. Doch bekanntlich sind Serien Schall und Rauch. Die Jesinger sollten sich also nicht blenden lassen. Die Platzverhältnisse im altehrwürdigen Stadion in Nürtingen sind in Ordnung, tendenziell kann also gespielt werden.

Ganz im Gegensatz zum Hardtwaldstadion in Erkenbrechtsweiler. Alle Jahre wieder ist die SGEH gegenüber der Konkurrenz im Nachteil. Auf der Berghalbinsel liegt fast über die gesamte kalte Jahreszeit Schnee. An optimales Training ist da nicht zu denken. Am Mittwochabend hat das Team von Trainer Erhard Reinhofer ein Testspiel beim Verbandsligisten VfL Kirchheim absolviert, verlor dort mit 2:5 (siehe Seite 13).

Bereits am morgigen Samstag steht das Heimspiel gegen den TSV Grafenberg auf dem Spielplan. Das Team aus der Reutlinger Kreisgemeinde kommt mit Marc Kaisner, mit dem die SGEH in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Kaisner, der Ende Januar am Kreuzband operiert wurde und daher nicht selbst mitwirken kann, ist ein waschechter Erkenbrechtsweiler' Junge. Doch morgen kennt der 31-Jährige für mindestens 90 Minuten kein Pardon im Abstiegskampf: "Wir wollen bei der SGEH etwas holen." Vergangenen Sonntag haben die Grafenberger das Nachholspiel gegen die Wernauer SF mit 4:2 gewonnen. Kaisner: "Da hat meine Mannschaft überzeugt, endlich mal Leidenschaft gezeigt." Mit Erkan Kömür gibt es ebenfalls ein Wiedersehen. Der Allrounder wechselte in der Winterpause von der SGEH nach Grafenberg. Erstmals wird bei den Gastgebern Antonio Portale zum Einsatz kommen. Schon allein deshalb hat Kaisner Respekt: "Die SGEH hat eine gute Mannschaft."

Gerade mal zehn Punkte holte der TSG Zell aus den bisherigen 16 Begegnungen. Das reicht dem aktuellen Tabellenletzten zum Klassenerhalt hinten und vorne nicht. 36 Punkte sind das Minimalziel, um zumindest dem Direktabstieg zu entgehen. Rein rechnerisch müssten die Zeller somit in den nächsten 14 Spielen 24 Punkte holen ob man so auch der Relegation entgeht, ist offen. Zu Gast am "Zeller Berg" ist der TSV Grötzingen. Die Aichtaler sind auswärts nicht zu unterschätzen, haben immerhin schon elf Punkte geholt eine schwierige Aufgabe für die Zeller Kicker, denen nach zweijähriger Bezirksligazugehörigkeit die Rückkehr in die Kreisliga A droht. Knackpunkt ist die mit 44 Toren schlechteste Defensive.