Lokalsport

Tiefschlafphasen kosten möglichen Punkt

Ihre dritte Niederlage in Folge mussten die Handballerinnen der SG Lenningen in der Verbandsliga hinnehmen. Beim TB Weilheim verlor das Täles-Team mit 22:18 (12:10). Schon vor dem Anpfiff stand das Spiel unter ungünstigen Vorzeichen: Miriam Emmenegger saß eingeschneit in Ischgl fest.

TUTTLINGEN Wohl noch unter dem Eindruck der langen Anfahrt verschlief Lenningen die Anfangsphase des Spiels und lag im Handumdrehen mit 0:5 zurück. Der erste Lenninger Treffer durch Sarah Timar weckte die Mannschaft schließlich auf. Mit schnellen Ballpassagen und flotter Laufarbeit wurden plötzlich Chancen herausgespielt, die Rebecca Dick und Nicole Schmid zum 5:6 nach einer Viertelstunde nutzten. Bis zur 25. Minute hielt die SG den knappen Abstand und war durch Larissa Blochers 8:9 dem Ausgleich nahe. Doch die Gäste offenbarten immer wieder Schwachstellen in der Defensive. Besonders Anita Romls Würfe aus Standardsituationen stellte Lenningens Abwehr vor Probleme. Drei Tore von ihr in Folge brachten das 8:12. Das letzte Tor vor der Pause erzielte Carolin Reichle, die damit auf 10:12 verkürzte.

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Nach dem Wechsel das selbe Bild wie in der Anfangsphase: Lenningen ließ den Gegner viel zu lange gewähren, griff nur halbherzig zu und musste dadurch schnelle Tore in Kauf nehmen. Beim 17:12 (40.) war der alte Fünf-Tore-Abstand wieder hergestellt. Weilheims Martina Müller, die bis dahin eher unauffällig agiert hatte, wurde regelrecht zum Torewerfen eingeladen. Zu spät kam das Aufbäumen der SG. Gabi Baermanns 16:18 zehn Minuten vor dem Ende war nicht mehr als ein Aufflackern. Der Kräfteverschleiß durch die Aufholjagden hinterließ letztlich auch seine Spuren, was zahlreiche Fehlwürfe in den letzten Minuten des Spiels zeigten. Auch eine offensivere Lenninger Deckung konnte die routinierten TB-Angreiferinnen in der Schlussphase nicht mehr gefährden. Fazit: Mit Tiefschlaf jeweils zu Beginn beider Halbzeiten lassen sich keine Spiele gewinnen.

döl

SG Lenningen:

Butzer, Hahn; Timar (5), Dick (4), Schmid (4/2), Baermann (2), Blocher (1), Kuch (1), Reichle (1), Kazmaier.