Lokalsport

Titel-Bescherung vor Weihnachten?

Vor ihrem letzten Einsatz in diesem Jahr stehen die Tischtennisprofis des TTC Frickenhausen am Wochenende: Im hessischen Dillenburg geht's um die deutsche Pokalmeisterschaft. Erster Gegner: Der TTC Fulda.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Was die Bundesliga angeht, befindet sich der TTC Frickenhausen bereits in der Winterpause. Dennoch hat der Täles-Club vor Weihnachten noch eine Bewährungsprobe zu bestehen. Vom 17. bis 18. Dezember wird im hessischen Dillenburg die deutsche Pokalmeisterschaft ausgespielt. Das Team von Trainer Qiu trifft am Samstag im Viertelfinale auf Bundesligaaufsteiger TTC Fulda-Maberzell, den Club von Tischtennislegende Jan-Ove Waldner.

Für die Frickenhausener geht ein erfolgreiches Jahr zu Ende. Auch wenn es mit dem Titelgewinn in der vergangenen Spielzeit nicht ganz geklappt hat, so sind die Weichen doch für eine weitere Top-Saison gestellt. Die Mannschaft von Trainer Qiu geht als Tabellenführer ins neue Jahr, steht im Halbfinale des ETTU-Cups und kann am kommenden Wochenende in Dillenburg mit ein wenig Glück auch im deutschen Pokal ganz vorne mitmischen.

Acht Mannschaften sind noch im Rennen, darunter Titelverteidiger Ochsenhausen, Meister Würzburg sowie die Clubs aus Gönnern, Düsseldorf, Grenzau und Plüderhausen. Im Viertelfinale trifft der TTC auf Fulda-Maberzell. Die Hessen, die in der Bundesliga um den Klassenverbleib kämpfen und einige unglückliche Niederlagen einstecken mussten, sind alles andere als bequeme Gegner. "Mit Waldner, Feng Zhe und Jörg Schlichter ist Fulda sehr gut besetzt", sagt TTC-Manager Christoph Reuhl und weist auf das letzte Spiel des Aufsteigers hin, bei dem Grenzau lange um den Sieg bangen musste.

Vor allem Jan-Ove Waldner, der zwei Siege zum 3:6-Endstand beisteuerte, konnte durch starke Leistung überzeugen. Und Fuldas Nummer zwei, Zhe Feng, steht immerhin auf Platz vier in der Bilanz am vorderen Paarkreuz. Lediglich Jörg Schlichter hatte in Grenzau keinen guten Tag erwischt, doch Manager Reuhl weiß, dass dies bei dem jungen Mann eine absolute Ausnahme ist. "Wir haben in unserer Bundesliga-Begegnung gesehen, wie gefährlich Jörg ist." Schlichter schlug damals seinen Ex-Teamkollegen Bojan Tokic mit 3:2.

"Im Pokal geht es insgesamt nur bis drei Punkte, das heißt, dass wir von Anfang an sehr konzentriert sein müssen", warnt der 37-jährige. Die Vorbereitungen beim TTC laufen daher auf Hochtouren. "Die Spieler sind alle fit und absolvieren ein sehr gutes Training", ergänzt Reuhl. Zu einer Prognose zum Abschneiden des eigenen Teams beim Turnier lässt sich der Manager dennoch nicht hinreißen: "In Dillenburg treten acht der besten deutschen Mannschaften mit ihren Topspielern an. Da können wir nur von Runde zu Runde denken. Und deshalb ist es unser erstes Ziel, Fulda zu schlagen. Alles andere wird sich dann zeigen."