Lokalsport

Tomic stolz: "Alle elf brennen"

Die Premiere ist geglückt: Mit einer starken Abwehrleistung und einem souveränen 81:54 (46:24)-Erfolg gegen die KuSG Leimen starteten die Kirchheim Knights in die neue Regionalliga-Saison.

KIRCHHEIM "Keine Frage, Kirchheim hat ein starkes Team." Mit diesem neidlosen Lob des gegnerischen Trainers Michael Haidle können die Knights zum Saisonauftakt sicherlich gut leben. Auch wenn die Nervosität zu Beginn groß war, fuhr das Team von Interimscoach Pasko Tomic den Pflichtsieg gegen die KuSG Leimen auf überzeugende und für die 700 Zuschauer auch attraktive Weise ein.

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81:54 lautete das Ergebnis bei Ertönen der Schluss-Sirene damit steht der VfL vorerst sogar an der Tabellenspitze der Regionalliga, was aber natürlich noch gar nichts bedeutet. Viel bedeutsamer sind die Erkenntnisse, die dieses Spiel brachte. Erstens: Das Team hat begriffen, dass Erfolg nur über engagierte Verteidigung möglich ist. Kommentar von Pasko Tomic: "Alle elf brennen. Jeder hat immer gekämpft, auch bei 20 oder 30 Punkten Vorsprung. Kompliment an die ganze Mannschaft."

Zweitens: Der Kader. Tomic drückte es so aus: "Ich möchte Dankeschön sagen an die Abteilung, dass sie mir die Chance gibt, einmal so ein Team zu coachen, ein Team mit so einer starken Bank." Es war tatsächlich ziemlich egal, wer auf dem Feld stand: Der Druck auf Leimen war immer groß, es gab keinerlei Ruhepausen für den Gegner.

Drittens: Die individuelle Klasse der Spieler. Ross Jorgusen, in der Vorbereitung wie immer etwas zurückhaltend, war wieder der Boss, der alles machte: Das Team antreiben, punkten, passen, bis zur Selbstaufgabe verteidigen sieben Ballgewinne sprechen für sich. Stark auch Emre Atsür und James Hayden sowie trotz Anlaufproblemen Chuks Neboh, der nur 20 Minuten auf dem Feld stand. Trotz weniger überzeugender Statistiken bekam außerdem Wilu Lenger ein Sonderlob vom Coach: "Wilu hat eine wahre Bärenarbeit gemacht. Wie oft er in der Defensive ausgeholfen hat, mit welchem Effekt, das war riesig."

Leimen hatte so natürlich keine Chance. Ein bisschen lag das auch daran, dass die KuSG zwar stärker als in der vergangenen Saison ist, aber völlig uneingespielt. Haidle: "In dieser Konstellation haben wir noch nie zusammen trainiert. Christoph Schropp konnte sogar noch überhaupt nicht mit uns trainieren." Wegen verschiedener beruflicher Verpflichtungen war das also eine eher zusammengewürfelte Truppe. Haidle glaubt, dass es noch drei bis vier Wochen dauert, bis sich so etwas wie ein Mannschaftsspiel einstellt. Dann dürften die Badener mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen.

Die Nervosität bei den Knights dauerte bis zur 14. Minute und dem 21:19. Dann nahm Tomic eine Auszeit. Emre Atsür in seinem Pflichtspieldebüt für Kirchheim traf einen Dreier und ein 17:2-Lauf bis zum 38:21 entschied die Partie. Trotzdem war auf beiden Seiten in keiner Phase ein Nachlassen zu bemerken, und so sahen die 700 Zuschauer ein intensives Regionalligaspiel mit vor allem defensiv recht hohem Niveau. Für einen Saisonauftakt gelang auch spielerisch schon einiges, was auch die immerhin 18 Assists der Knights belegen.

Morgen kommt dann Trainer Theo Leftakis wieder nach Deutschland zurück. Und versucht, am kommenden Samstag in Mannheim im dritten Anlauf sein erstes Saisonspiel für den VfL zu gewinnen.

mad

VfL Kirchheim:

Atsür (11/3), Goehrke (4), Hayden (8), Hountondji (1), Jorgusen (21), Kikic (2), Kranz (17/4), Lenger, Neboh (11), Tsouknidis (6).KuSG Leimen:

Kalic, Stein (8), Stockmann, Anselmann (8/1), Schwalb (3), Schropp (10), Otter 3/1), Jurkewitz (2), H. Marschall (12), F. Marschall, Wahlandt (8).Dreier:

7 (VfL), 2 (KuSG).Fouls:

22 (VfL), 20 (KuSG).Freiwürfe:

14:22; 63,6 % (VfL), 10:18; 55,5 % (KuSG).Viertel:

19:13, 27:11, 23:14, 12:16.Schiedsrichter:

Oliver Gichert (Stuttgart), Josip Filipovic (Plochingen).Zuschauer:

700.