Lokalsport

Torfabrik streikt nur kurz

Beim 33:22-Erfolg über HT Uhingen demonstrieren VfL-Handballer altbekannte Heimstärke

Mit einer Demonstration eigener Heimstärke hat Handball-Bezirksligist VfL Kirchheim den Tabellenneunten HT Uhingen-Holzhausen hoch 33:22 (17:12) geschlagen. Damit schaffte man nicht nur den Sprung auf Platz sieben, sondern auch erstmals wieder ein positives Torverhältnis (230:223).

Kirchheim. In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer im Schlossgymnasium eine relativ ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für den VfL. Matze Mikolaj, Timo Schafhitzel per Strafwurf und Manu Weber eröffneten den Torreigen. Beim 4:2 durch Marc Pradler legte die Wagner-Sieben erstmals zwei Treffer vor. Die Gäste egalisierten zum 6:6 durch zwei Rückraum-Treffer und legten durch einen Tempogegenstoß noch einen Treffer zum 6:7 nach. Dies sollte die erstmalige und letzte Führung des HT Uhingen-Holzhausen gewesen sein. Tim Hybl mit einem Schlagwurf und Manuel Weber brachten ihre Farben wieder in Front. Per Siebenmeter erzielten die Uhinger letztmals den Ausgleich. Fortan bekam der VfL die HT-Angriffsbemühungen immer besser in den Griff und schaltete den gefährlichsten HT-Spieler Jochen Blum nahezu aus. Umgekehrt waren die VfL-Offensivspieler auf jeder Position gefährlich.

Fünf Treffer in Serie durch Roman Keller, „Ju“ Mikolaj, Pradler und Weber brachten die Kirchheimer 16:10-Führung. Denis Müller sorgte für den letzten VfL-Treffer in der ersten Halbzeit.

Den Auftakt der zweiten Halbzeit verschliefen die Kirchheimer förmlich. Binnen fünf Minuten verkürzten die Gäste den 12:17-Rückstand auf 16:17 – die VfL-Fans machten sich nun etwas Sorgen. Das brauchten sie allerdings nicht. Die vier Gäste-Treffer konterte der VfL binnen acht Minuten nämlich mit sieben Toren zum 24:16 – unter anderem durch zwei Strafwürfe von Timo Schafhitzel und einen Rückraum-Knaller von Manuel Weber – die VfL-Cracks bogen endgültig auf die Siegerstraße ein. Grundstein für das Torepolster war eine gut agierende VfL-Defensive und ein glänzend aufgelegter Uwe Hamann im Tor, der den Rest erledigte. Der VfL hatte das Geschehen jetzt fest im Griff. Zwar kam das Spiel der Teckstädter durch die jetzt offensive(re) 4:2-Verteidigung der Gäste kurz ins Stocken, jedoch löste der VfL auch dieses Problem. Einmal mehr war es Weber aus vollem Lauf und Schafhitzel vom Kreis aus, die für Zählbares sorgten (29:20).

Dann eine kleine Schrecksekunde für den VfL und deren Anhänger: Nach einem Zusammenprall mit dem Uhinger Steffen Liebscher zog sich Fabian Richter eine Platzwunde an der Augenbraue zu. Die letzten Minuten waren die des „Matze“ Mikolaj im Dress des VfL. Im Alleingang fabrizierte er die letzten vier Treffer für die Wagner-Truppe – dabei düpierte er die Gäste-Abwehr gekonnt und kassierte stehende Ovationen der Zuschauer.

Fazit: Der VfL hat sich mit einer beherzten Leistung für die Pleite in Vaihingen rehabilitiert und der Knoten scheint geplatzt zu sein. Jetzt kann man mit breiter Brust nach Grabenstetten fahren, um dort den ersten Auswärtssieg in Angriff zu nehmen. mp

VfL Kirchheim: Hamann, D. Pisch – M. Mikolaj (8), M. Pisch, Latzel (1), Schafhitzel (5/4), Keller (5), Müller (1), Richter, Banzhaf, J. Mikolaj (1), Hybl (3), Weber (5), Pradler (4).

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