Lokalsport

Torwartlob und Tochter

KIRCHHEIM Fröhlichkeit? Ein Fremdwort derzeit in Frickenhausen zumindest beim Neu-Verbandsligisten 1. FC. Nach der fünften Nie-

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REIMUND ELBE

derlage in Serie gibt sich Trainer

Klaus Fischer

selbstkritisch.

"Auch ich muss Lehrgeld bezahlen", sagte der frühere Oberligaspieler des FC Pforzheim nach der samstäglichen 1:4-Heimklatsche gegen den Mitaufsteiger TSV Schwieberdingen, "nach sechs Spielen in der Verbandsliga stelle ich fest, dass meine Mannschaft in einigen Dingen, auch in punkto Spielaufbau, anderen Teams unterlegen ist." Fischer, am Donnerstagabend Zeuge des 2:1 der TuS Metzingen gegen den VfL ("Kirchheim hätte ein Remis verdient gehabt"), wird trotzdem keine Verstärkungen fordern: "Wir ziehen diese Saison wie besprochen mit diesem Kader durch." Den einzigen Treffer für den FCF markierte der frühere VfL-Angreifer Antonio Portale.

Das Bezirksliga-Tecktrio kann mit dem Verlauf des Spieltages dagegen durchaus zufrieden sein. Ganz besonders natürlich der TSV Notzingen, wo Hochzeitsreise-Rückkehrer Stefan Haußmann ein halbes Dutzend Tore und einen klaren Heimerfolg seines Teams gegen den FV Neuhausen bewunderte. "Ein Dank gilt an dieser Stelle unserem Kapitän Önder Telci, der in den vergangenen Wochen das Training geleitet sowie dem Vorsitzenden Wolfgang Schäfer, der während der Spiele die Koordination von außen übernommen hat." Trotz des hohen Erfolges blieben die Notzinger Tabellenachter.

Der TSV Jesingen nimmt Fahrt auf. Der gestrige Erfolg beim ASV Eislingen war nach dem 4:1 gegen den FC Uhingen gleich das nächste Erfolgserlebnis gegen einen Club aus dem Filstal. Dabei hatte Schlusslicht ASV erst am vergangenen Donnerstag gegen den TSV Boll (0:0) einen Achtungserfolg gelandet. TSVJ-Trainer Klaus Müller: "Jetzt wollen wir am kommenden Donnerstag das Bezirkspokalspiel in Grafenberg gewinnen und dann freuen wir uns auf das Derby gegen den TSV Notzingen."

Die SGEH gewann zwar gestern nicht, landete aber mit dem Remis gegen Tabellenführer GSV Dürnau einen Achtungserfolg. Mit dem gestrigen Tag dürfte auch das Dauerthema "Torwart" wieder ganz frisch diskutiert werden, denn Urlaubsrückkehrer Jens Meyer, für die SGEH II beim Kreisliga B-Match in Beuren das Tor hütend, wurde vom Gegner nach Spielende förmlich mit Lob überschüttet. "Es war unglaublich, was Jens gehalten hat", schwärmte Beurens Abteilungsleiter Ulrich Schweizer, "ohne Meyer hätte die SGEH zweistellig verloren." Der Kampf um die Nummer eins zwischen Sven Laderer und Meyer geht demnach in eine neue Phase.

Noch herrscht im Übrigen keine Klarheit darüber, wie lange der verletzte SGEH-Offensivmann Birant Sentürk pausieren muss, doch Sentürk-Kumpel Serkan Karacagun hatte für die SGEH-Kicker vor dem Spiel in der Kabine trotzdem eine Top-Nachricht parat: "Birant ist gerade Vater geworden es ist eine Tochter."

In der Kreisliga A entwickelt Aufsteiger TSV Oberlenningen auffällige Nehmerqualitäten. Eine Woche nach dem Verlust der Tabellenspitze holte sich der TSVO diese (begünstigt durch Patzer der Konkurrenz) zurück. Die Erklärung von Abteilungsleiter Ulrich Staiger für das fußballerische Hoch im Lenninger Tal: "Wir sind so etwas wie eine große Familie, da ist der eine für den anderen da auf dem Platz wie außerhalb."

Für ihren familiären Charakter ist auch die Fußball-Abteilung des TSV Holzmaden bekannt. Gestern, nach einer denkwürdigen Heimklatsche gegen den FV 09 Nürtingen, beherrschte Nachdenklichkeit die Szenerie im Brühl. "Es ist nach dem 1:2 dumm für uns gelaufen", versuchte Holzmadens kickender Abteilungsleiter Frank Linsenmayer das ungewöhnliche Desaster zu erklären.

Am liebsten ganz schnell vergessen würde auch TG-Spielertrainer Costa Giacobbe das Match in der Kreisliga B gegen Tabellenführer TSV Linsenhofen. "Ich habe selbst mit einem Abspielfehler kurz vor der Pause das 1:1 der Gäste erst möglich gemacht", haderte der frühere Oberliga-Kicker, "da lässt sich einer wie Torjäger Carlo Greco nicht zweimal bitten." Die TG verlor letztendlich 3:5.