Lokalsport

Totales Glücksgefühl

Neun Punkte, glänzende Youngsters, fröhliche Geburtstagskinder: Für die VfL-Fußballabteilung war's eine Woche nach Maß.

HELGE WAIDER

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LUDWIGSBURG Es war die Woche der Geschenke in der Fußball-Abteilung des VfL Kirchheim. Geburtstagspräsente sind nämlich an der Jesinger Allee derzeit groß in Mode. Vor einer Woche bescherten die Kicker ihrem "Chef", Abteilungsleiter Dr. Jörg Mosolf, zum 50. Geburtstag mit einem Sieg gegen die TSG Balingen. Vier Tage später machten sie Cheftrainer Michael Rentschler das 3:1-Sieggeschenk anlässlich dessen 36. Geburtstages, und am Samstag in Ludwigsburg schließlich war es der Schriftführer und stellvertretende VfL-Geschäftsführer Kurt Antel, der zum 59. Wiegenfest per Sieg von der Mannschaft beschenkt wurde.

"Das Team hat eine harte Woche mit einem Sieg gekrönt. Wir haben immerhin drei Mannschaften geschlagen, die sich als Ziel den Oberliga-Aufstieg auf die Fahnen geschrieben haben", stellte Rentschler nach dem Spiel fest. Das Team sei wegen des Spiels gegen den TSV Schwieberdingen hoch motiviert gewesen. Als einziges Manko müsse man ihm die schlechte Chancenverwertung vorwerfen.

Tatsächlich waren die Kirchheimer konzentriert zur Sache gegangen, obwohl das Team einmal mehr umbesetzt werden musste. Neben dem weiter an einer Oberschenkelverletzung laborierenden Außenverteidiger Guido Fuchs sowie dem grippekranken Pavel Ferenz und dem beruflich freigestellten Ali Kütri hatte auch Mittelfeldstratege Michael Heilemann kurzfristig wegen einer Erkältung am Samstag passen müssen. Für ihn war erneut Emrah Polat ins Team gerutscht, der zwar nicht brillant, aber doch sehr solide agierte. Ihm zur Seite stand am Samstag ein Thorsten Raspe, der eines seiner besten Spiele im VfL-Dress ablieferte und das nicht nur wegen seines Passes zur Führung.

Bemerkenswert: erstmals waren in Ludwigsburg in einem VfL-Spiel auch alle drei Youngsters eingesetzt worden, die im letzten Jahr noch in der eigenen A-Jugend gespielt hatten. Dennis Förster und Marco Izzi wurden gegen Ende der zweiten Spielhälfte eingewechselt, als der Dritte im Bunde, Andreas Mayer, schon auf der Behandlungsbank von Physiotherapeut Hartmut Munderich lag. Eine Adduktorenzerrung hatte den VfL-Jungstar zur Halbzeit lahmgelegt. Ob er am Samstag auflaufen kann steht, so Norbert Krumm, der sportliche Leiter, "in den Sternen." Dagegen müssten nach Einschätzung Rentschlers Ferenz und Heilemann wieder fit werden.

Auf Ludwigsburger Seite bemerkenswert ist die allgegenwärtige Nähe zum VfB Stuttgart. VfB-II-Trainer Rainer Adrion ist in Personalunion 07-Vorstandsmitglied und war Augenzeuge der Partie. Erich Hägele ist ordentliches Fanausschussmitglied am Wasen, Zweiter Vorsitzender der Ludwigsburger Fußballabteilung und nebenbei Leiter der Pressekonferenz am Fuchshof. Die fand erstmals seit Jahren wieder in der Vereinsgaststätte statt, um, so Hägele, "wieder mehr Geschlossenheit und familiäre Atmosphäre zu demonstrieren, wenn nach einem Spiel auch noch gemeinsam zu Abend gegessen wird." Rein sportlich bestätigte 07-Trainer Herbert Bentz die Ansicht Rentschlers: "Wir wollten zu null spielen das hatte sich aber nach drei Minuten erledigt. Der VfL hat schon allein wegen der Torchancen verdient gewonnen."

Tatsächlich war die Erarbeitung von Torchancen das große Defizit der Nullsiebener. VfL-Torwart Patrick Gühring musste sich im ganzen Spiel nur einmal richtig strecken und hechten um anschießend den Ball nach dem Ausgleich aus dem Netz zu holen. Ansonsten verbrachte der Keeper einen ruhigen und frostigen Nachmittag. Gühring hatte übrigens letzte Woche Geburtstag: am Donnerstag wurde der Goalie 26.

Jetzt kommt Schwieberdingen vielleicht hat dann ja zufällig auch wieder jemand Geburtstag . . .