Lokalsport

Trainer gestärkt

Im Notzinger Eichert scheint wieder Ruhe einzukehren: Der Fußball-Bezirksligist dementierte gestern Gerüchte, nach denen Abteilungsleiter Krunoslav Corak zurückgetreten sei und Spielertrainer Stefan Haußmann zur Disposition stünde.

PETER EIDEMÜLLER

Anzeige

NOTZINGEN Nach der 2:4-Niederlage der Eichert-Elf am vergangenen Sonntag in Wernau waren Stimmen laut geworden, die ob der sportlichen Talfahrt des Vereins (nur zwei Siege aus den ersten sechs Partien) schon eine Ende der Trainer-Ära Haußmann ausmachten. Nun folgte das Dementi von Seiten der Verantwortlichen: "Der Verein gibt dem Trainer volle Rückendeckung", sagte der TSVN-Gesamtvorsitzende Wolfgang Schäfer gestern gegenüber unserer Zeitung, "es gibt keine Gewitterwolken über Notzingen."

Ins selbe Horn stößt auch Krunoslav Corak, dessen Rücktritt als Abteilungsleiter in Folge der Pleitenserie ebenfalls im Gespräch gewesen war. "Da ist absolut nichts dran", versichert er und fügt hinzu: "Wir stehen hinter unserem Trainer." Also viel Lärm um nichts im Eichert?

Im Mittelpunkt der losgetretenen Personal-Debatte, die anscheinend keine ist, steht Spielleiter Dieter Krauß, der im ersten Unmut über die Niederlage in Wernau die Kompetenz Haußmanns in Frage stellte. ("Der Spielertrainer soll das Team in Zukunft lieber von der Linie aus coachen.") Wenn er selber jeden zweiten Sonntag mit Gelb-Rot vom Platz fliege, sei das kaum förderlich für das Abschneiden der Mannschaft, äußerte sich Krauß weiter. "Gemeint war, dass sich Stefan Haußmann von der Linie aus ein besseres Bild von der Mannschaft machen kann, als wenn er selber auf dem Platz steht", ist Wolfgang Schäfer um Schadensbegrenzung bemüht. Krauß selber sieht seine sonntäglichen Aussagen zwar im Eifer des Gefechts getroffen, dennoch glaubt er zu wissen, wo in Notzingen der Hund begraben liegt: "Mit einer solch undisziplinierten Mannschaft kann man eben nicht vorne in der Tabelle mitspielen."

"Fehlende Disziplin ist sicherlich Teil unseres derzeitigen Problems", gibt ihm Abteilungsleiter Corak bedingt Recht, "aber bei uns ist momentan sowieso der Wurm drin. Bis zur Winterpause müssen wir erstmal kleinere Brötchen backen." Dass der Bäckermeister dabei Stefan Haußmann heißen soll, darin sind sich die Verantwortlichen im Eichert einig sollte sich die Talfahrt der Mannschaft jedoch fortsetzen, dürfte auch er über eine Personaldiskussion nicht erhaben sein.