Lokalsport

Trainerlos ins Derby

Interimscoach Wolfgang Schäfer erwartet mit dem TSV Notzingen die SGEH

Mitten in der Suche nach einem neuen Trainer steht dem krisengeschüttelten Fußball-Bezirksligisten TSV Notzingen am Sonntag ein schwerer Derby-Job ins Haus. Lokalrivale SGEH gastiert im Eichert. In der Rolle des Außenseiters ist auch der TSV Jesingen beim Tabellendritten TSV Deizisau.

KLAUS-DIETER LEIB

Notzingen. Eine turbulente Woche liegt hinter dem TSV Notzingen. Nach dem vorzeitigen Abgang von Trainer Ronald Witt wird die Mannschaft am Sonntag vorläufig von Abteilungsleiter Wolfgang Schäfer betreut. Auch ein Versuch, den scheidenden Trainer nochmals umzustimmen, schlug fehl. „Wir werden so schnell wie möglich nach einem neuen Trainer Ausschau halten“, erhofft sich Schäfer eine baldige Entscheidung. In den vergangenen Tagen gab es einige Gespräche. Namen wollte der Notzinger Abteilungsleiter allerdings keine nennen.

Der kommenden Begegnung sieht Schäfer dennoch optimistisch entgegen: „Aufgrund der winterlichen Verhältnisse konnte die SGEH nicht optimal trainieren, das könnte unsere Chance sein.“ Die Ausgangslage des TSVN als Tabellenletzter ist kritisch, aber nicht hoffnungslos, denn der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt gerade einmal drei Punkte.

Mit einem mulmigen Gefühl fährt SGEH-Spielertrainer Antonio Portale mit seiner Mannschaft in den Eichert. Nach dem spielfreien Wochenende ist sich Portale nicht sicher, ob seine Spieler das wiedergewonnene Selbstvertrauen mitnehmen können. „Ich hoffe, dass uns die Spielpause nicht das Genick bricht.“ Dass seine Mannschaft die Notzinger unterschätzen könnte, darüber macht sich Portale keine Sorgen: „Wir lassen uns nichts einreden.“ Dennoch ist die SGEH in der Favoritenrolle und alles andere als ein Sieg käme einer Überraschung gleich. Nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen hat die Elf von der Berghalbinsel den Anschluss an die führenden Teams wieder hergestellt. Bei einem erneuten Erfolg in Notzingen käme es eine Woche später gegen den SV Ebersbach zu einem echten Spitzenspiel.

Der TSV Jesingen steht mit 18 Punkten zurzeit auf dem neunten Tabellenplatz. Nach dem jüngsten 6:1-Sieg gegen den VfB Neuffen wollen die Schützlinge von Trainer Viktor Oster beim TSV Deizisau weiter für Furore sorgen. Bei einem Sieg könnte sich die Elf von den Lehenäckern sogar noch minimale Hoffnung auf den zweiten Tabellenplatz machen.

Die einzig noch ungeschlagene Mannschaft der Bezirksliga ist Spitzenreiter TSV RSK Esslingen. Im Heimspiel gegen den TSuGV Großbettlingen sind drei Zähler fest eingeplant. Mit fünf Punkten weniger belegt der schärfste Verfolger, SC Geislingen, den zweiten Tabellenplatz. Ein Ausrutscher am Sonntag beim TSV Neckartailfingen hätte in Sachen Titeljagd fatale Auswirkungen für das Team aus dem Eybachtal.

Vor einer relativ leichten Aufgabe steht der SV Ebersbach gegen den TSV Grafenberg – nach drei Siegen in Folge wollen die Gastgeber die kleine Erfolgsserie weiter fortsetzen. Im Aufsteigerduell stehen sich der FV Neuhausen und der TSV Adelberg-Oberberken gegenüber.

Im Kellerduell erwartet der TSV Raidwangen den FV 09 Nürtingen. Nur der Sieger dieser Partie kann sich im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen. Allerdings warten die Schützlinge von Nürtingens Trainer Klaus Müller seit vier Spieltagen auf einen „Dreier“.

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