Lokalsport

Traum von der Euroliga

Sascha Kesselring: ein junger Ritter will hoch hinaus

Kirchheim. Er ist ein absoluter Leistungsträger und aus der Pro B-Mannschaft der VfL Kirchheim Knights nicht mehr wegzudenken: Sascha Kesselring, der vor acht Tagen 23 Jahre alt wurde, stellt an sich höchste Ansprüche, trainiert hart und ist im Übrigen VfL-intern höchst loyal. „Ich werde alles tun, was der Trainer von mir verlangt“, zollt er Pat Elzie höchsten Respekt. Sascha Kesselring wurde in Brandenburg geboren und wuchs in Böblingen auf. Im Jahr 2000 nahm ihn ein guter Freund einfach zum dortigen Basketballtraining mit – der 15-Jährige fand Gefallen und spielte bald da­rauf seine erste Saison für den SV Böblingen.

Anzeige

Schnell entwickelte er sich sportlich, und da große deutsche Spieler natürlich besonders gute Entwicklungschancen haben, schlug er ein Angebot des ambitionierten SV 03 Tübingen nicht aus. Nach einigen erfolgreichen Basketball-Jahren in der Unistadt fand Kesselring schließlich in Ludwigsburg eine neue sportliche Heimat – dort, wo er bis heute noch als Kooperationsspieler tätig ist.

Der 23-Jährige ist einer von drei Kooperationsspielern, die für Kirchheim und Ludwigsburg spielberechtigt sind und auch bei beiden Mannschaften mittrainieren. Aus Kesselrings Sicht ist das eine gute Chance, sportlich wie menschlich dazuzulernen. „Man bekommt Einblicke in zwei Mannschaften und kann doppelt erfolgreich sein. Sicherlich hat es auch Nachteile. Zum Beispiel ist der Trainingsaufwand sehr hoch. Wenn eine Mannschaft frei hat, dann hat die andere Mannschaft Training.“ Allerdings sieht der junge Ritter mehr Vor- als Nachteile: „Die Vorteile überwiegen um ein Vielfaches. Als junger Spieler kann man sich super weiterentwickeln.“

Sein persönliches Ziel ist, bei den VfL Kirchheim Knights weitere Fortschritte zu machen. Über allem steht natürlich die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Pro A-Liga. „Wir hatten sportlich einige Probleme. Aber das ist durch viele Gespräche endgültig geklärt. Wir ziehen nun alle an einem Strang, um unser Ziel zu erreichen.“

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Sascha Kesselring durchaus zufrieden. „Der tolle Saisonstart hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Dieses gewonnene Selbstvertrauen hat uns auch in schweren Stunden geholfen, nicht den Glauben an uns und an unser Ziel zu verlieren.“

Auch mit seiner persönlichen Leistung kann der Spieler zufrieden sein. „Sicher kann man immer besser sein und ich muss mich noch in einigen Bereichen verbessern. Aber so lange das Team erfolgreich ist, bin ich zufrieden. Ich werde alles dafür geben, dass wir die letzten Saisonspiele gewinnen.“

Irgendwann möchte er, der äußerst ehrgeizig ist, in der Euroliga spielen. Dieses Ziel hat er fest vor Augen – dafür trainiert er letztlich. Was danach dann kommen wird? Nach seiner Basketballkarriere kann Sa­scha sich sehr gut eine Laufbahn als Bankkaufmann vorstellen. Die Vorleistung dazu ist schon erbracht: Eine abgeschlossene Berufsausbildung hat er bereits. bs