Lokalsport

Tritt auf der Stelle

Mountainbike-Weltcup: Manuel Fumic wird nur Elfter

Manuel Fumic hat beim Weltcup-Finale in Commezzadura Platz elf belegt und damit sein selbst gestecktes Ziel verfehlt. Elfter ist er jetzt auch in der Gesamtwertung.

9, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER
9, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER

Commezzadura. Platz elf, das war nicht das Ergebnis, das sich Manuel Fumic erhofft hatte. Vor allem nicht im Blick auf die Weltmeisterschaft. Zu gerne hätte er sich zwei Wochen vor dem wichtigsten Rennen der Saison die Sicherheit geholt, mit den Spitzenfahrern mithalten zu können. Bei der EM, beim Weltcup in Nove Mesto und auch beim Weltcup-Finale im Val di Sole ist ihm das nicht gelungen: Er tritt auf der Stelle.

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„Ein Podiumsplatz war nicht utopisch, wenn man sich den Abstand auf Platz fünf anschaut“, versuchte Manuel Fumic dem Resultat etwas Positives abzugewinnen. Tatsächlich sind es nur 30 Sekunden, die zu Lukas Flückiger (Schweiz) fehlen, der an diesem Tag einer von sieben Schweizern war, die unter die besten zehn fuhren.

Der letzte dieser glorreichen Sieben ist Fabian Giger, und der schnappte Fumic mit zwei Sekunden weniger den zehnten Platz weg. Mit den fünf Weltcup-Punkten mehr hätte Fumic wenigstens Platz neun in der Gesamtwertung verteidigt, doch so rutschte er um zwei Plätze ab.

Schon in der zweiten Runde muss­te er auf dem extrem steilen Gelände mit vielen Aufs und Abs einsehen, dass er das Tempo der Spitzenleute Jaroslav Kulhavy (Tschechien), Nino Schurter und Florian Vogel (beide Schweiz) nicht mitgehen konnte. Selbst nicht dem von Olympiasieger Julien Absalon (Frankreich), der sich einen Sturz erlaubte und deshalb dem Spitzentrio nicht folgen konnte.

„Es ging nicht so wie gewünscht. Ich bin das erste Mal clever gefahren, habe mein Tempo dosiert und es nicht mit der Brechstange versucht“, erklärte er, warum er auf Platz 15 zurückfiel. Dort verweilte er kurze Zeit, überholte den Franzosen Maxime Marotte, und als Moritz Milatz (Freiburg) von hinten kam, da schien plötzlich wieder mehr möglich.

Eine große Gruppe erstreckte sich von Platz fünf bis Platz elf, und das deutsche Duo lag nur 30 Sekunden dahinter. Der Schluss der Gruppe schien in Reichweite, als es in die letzte Runde ging.

Da war Fumic auch schon am Schweizer Thomas Litscher am Schluss der Gruppe dran und damit an den Top Ten. „Ich habe es dann wieder ein bisschen schleifen lassen und die Gruppe war wieder weg“, schilderte der Kirchheimer seinen Kampf um den Anschluss. Weltmeis­ter José Hermida (Spanien) fiel aus der Gruppe zwar noch zurück, doch der EM-Vierte Fabian Giger, der mit Fumic nach vorne gefahren war, konnte sich gegen den 29-Jährigen durchsetzen.

„Es ist alles so dicht zusammen. Da fährst du mit der gleichen Leis­tung an einem Tag aufs Podium und am anderen wirst du Elfter“, meinte Fumic. Er bekannte allerdings auch, dass ihm derzeit die Fähigkeit fehlt, die ihn früher stark machte. Das kurzfristige Beschleunigen, die sogenannte Laktatverträglichkeit, das „Drehen im roten Bereich“, ohne dass ein Einbruch kommt. Dass er konditionell keine Probleme hat, zeigt die letzte Rundenzeit. Das war die fünftbeste.

Mit 3,06 Minuten Rückstand auf Jaroslav Kulhavy (1.25,08 Stunden) erreichte Fumic bei brütender Hitze das Ziel, acht Sekunden vor Moritz Milatz, der 13. wurde.

Kulhavy bezwang in einer spannenden Entscheidung Nino Schurter im Sprint, den er von vorne fahrend gewann. Kulhavy ist nach seinem fünften Saisonsieg der absolute Topfavorit für die WM, die in zwei Wochen in Champéry, Schweiz, über die Bühne geht. Florian Vogel wurde mit 1,21 Minuten Rückstand Dritter.